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 <title>handy</title>
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 <description>The taxonomy view with a depth of 0.</description>
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 <title>Retro-Handy</title>
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 <description>&lt;p&gt;Kurios, kurioser, Mobiltelefon: Die Rückseite &lt;a href=&quot;http://cdwireless.net/proddetail.php?prod=CD001&amp;amp;cat=10&quot; title=&quot;C&amp;amp;D Wireless - Product Detail&quot;&gt;sieht aus wie eine Londoner Telefonzelle&lt;/a&gt;,&lt;!--break--&gt; erst an der Vorderseite erkennt man, dass es sich dabei um ein Mobiltelefon handelt (Hersteller ist ein &lt;a href=&quot;http://cdwireless.net/&quot; title=&quot;C&amp;amp;D Wireless - Unique Mobile Phones&quot;&gt;Zwei-Mann-Unternehmen&lt;/a&gt;, Preis: 186 Euro) – die englische Hymne „God save the Queen“ ist natürlich als Klingelton vorinstalliert. Etwas unkonventionell auch zwei Modelle der Marke „Motorola“: Ein Modell aus dem Jahre 1992, ein stolzes halbes Kilo schwer, wurde technisch „aufgemotzt“ und steht Vergangenheitsliebenden ab sofort als Retro-Modell &lt;a href=&quot;http://www.inside-handy.de/news/6447.html&quot; title=&quot;Motorola Micro-T M689 im Web&quot;&gt;(Motorola Micro-T M689)&lt;/a&gt; zur Verfügung; ebenso wie das elegant designte &lt;a href=&quot;http://www.golem.de/0605/45164.html&quot; title=&quot;&amp;quot;PVOT&amp;quot; bei golem.de&quot;&gt;&quot;PVOT&quot;&lt;/a&gt;, welches seine Energie aus einem Kurbel-Akku bezieht. Ideal für Umweltfreunde!&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Thu, 26 Jun 2008 11:21:58 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Jürgen Hofer</dc:creator>
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 <title>Handymüde? </title>
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 <description>&lt;p&gt;Abschlagen: 3, 2, 1, go! Und schon fliegt das Handy in Richtung Baseballschläger, welcher es unsanft in einigen Metern Entfernung im Gras versenkt. 
Ertränken: Das Mobiltelefon einfach in ein Wasserglas werfen. Nach spätestens fünf Minuten gibt es seinen Geist auf. Achtung: Funktioniert nicht bei wasserdichten Handys. 
Ins All schicken: Das Handy an Silvester an eine Feuerwerks-Rakete binden und schon verschwindet es in der Weite des Kosmos auf Nimmerwiedersehen.&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Thu, 26 Jun 2008 11:20:54 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Jürgen Hofer</dc:creator>
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 <title>Wasserfester Handyspaß</title>
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 <description>&lt;h3&gt;Mit dem Handy unter die Dusche?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Kein Problem – verspricht ein japanischer Hersteller. Nicht nur im, sondern auch unter Wasser können Vieltelefonierer mit dem neuen Handy von Fujitsu kommunizieren. Das &lt;a href=&quot;http://www.xonio.com/bildergalerie/Japanisches-Wasser-Handy-F703i-Galerie_24061465.html&quot; title=&quot;F703i&quot;&gt;F703i&lt;/a&gt; soll absolut wasserdicht sein und anderen Handy-Modellen auch in puncto Ausstattung in nichts nachstehen. Bis zu 30 Minuten überlebt das Klapphandy laut Angaben des Herstellers im Wasser – und das sogar noch in einem Meter Tiefe. Dort wird sich das Gespräch allerdings auf das Geräusch blubbernder Luftblasen beschränken müssen.&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 22:35:17 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Jürgen Hofer</dc:creator>
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 <title>Mistkübel</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/mistkuebel</link>
 <description>&lt;p&gt;Ein Anbieter habe 10 000 Stück geordert, heißt es in einer Aussendung. Hop-on möchte damit auch am europäischen Kontinent Fuß fassen. Das Mobiltelefon zum Wegwerfen kostet 20 Dollar, es verfügt über einen Tastenblock, besitzt aber kein Display oder sonstige Funktionen. Beim Kauf ist es mit einem Guthaben aufgeladen; ist dieses verbraucht, wirft man das Gerät einfach weg und kauft sich ein neues. Laut Hop-on eignet sich das Produkt besonders für Touristen, Senioren, Kinder sowie Personen mit schlechter Kreditwürdigkeit oder als Zweitgerät für den Notfall.&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 22:26:21 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Christoph Regger</dc:creator>
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 <title>Russland – Handyland</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/russland_handyland</link>
 <description>&lt;h3&gt;Telefonieren im Untergrund.&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Das &lt;a href=&quot;http://www.saint-petersburg.com/transport/metro&quot;&gt;U-Bahn-System in St. Petersburg&lt;/a&gt; gilt als das tiefste der Welt. Die Zeit, die Fahrgäste auf den langen Rolltreppen verbringen, nutzen viele für Handygespräche. Damit der Empfang auch 70 Meter unter dem Boden nicht abbricht, haben die größten Mobiltelefonanbieter spezielle Empfangseinrichtungen in den Stationen installiert. Die Folge: ständiges Klingeltongeplärre und quasselnde Dauertelefonierer. Nichts für Menschen, die in Ruhe zur Arbeit oder nach Hause fahren wollen. Einziger Hoffnungsschimmer für alle Handygeplagten: Selbst die längste Rolltreppe hat einmal ein Ende.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Guthaben to go.&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;In &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Russland&quot;&gt;Russland&lt;/a&gt; gibt es mehr SIM-Karten als Einwohner. Handyrechnungen bekommen die Besitzer der 166 Millionen Karten jedoch trotzdem selten zugeschickt. Gerüchtehalber liegt es am fehlenden Vertrauen der Betreiber in die Zahlungsbereitschaft der Kunden oder in die unzuverlässige Post. Um Telefonkosten zu begleichen, haben die Russen ein eigenes System entwickelt. In sämtlichen U-Bahn-Stationen, in Supermärkten, Universitäten oder Fast-Food-Restaurants stehen unzählige Kästen bereit, die Geldautomaten zum Verwechseln ähnlich sehen. Mit deren Hilfe kann man schnell und einfach Guthaben aufs Handy laden: mittels Touchscreen Anbieter auswählen, eigene Handynummer eintippen, Geld in den Schlitz stecken und weitertelefonieren.&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 20:56:05 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Iris Burtscher</dc:creator>
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 <title>Großes Kino im Kleinformat</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/grosses_kino</link>
 <description>&lt;p&gt;Popcorn, ein halber Liter Cola und eine Packung M&amp;amp;Ms – und schon ist man fit für einen entspannten Kinoabend in der U-Bahn, im Stadtpark oder am Balkon. Alles was man dafür tun muss: Das Handy einschalten. Blockbuster im Handyformat sind dieser Tage keine Seltenheit mehr, ganze abendfüllende 90-Minuten-Filme werden in ein handyfähiges Format gepackt und zum &lt;a href=&quot;http://www.vebfilm.net/content/view/90/52/lang,de/&quot; title=&quot;Der Film Route 66 ist als Handyfilm hier gratis downloadbar&quot;&gt;Download&lt;/a&gt; im Internet angeboten. Die neue Generation von Mobiltelefonen macht’s möglich: Durch verhältnismäßig hochauflösende Kameras und Displays mit HD-Technologie eröffnen sich neue Perspektiven für die Filmbranche, aber auch für ambitionierte Jung-Regisseusen und -Regisseure.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Geld verdienen mit Handyfilmen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Denn wer statt faul auf seinem Hintern zu sitzen auch mal selbst am Regiestuhl Platz nehmen möchte, kann auch den umgekehrten Weg gehen und die Handy-Cam sprichwörtlich in die eigene Hand nehmen. Ein zusätzlicher Ansporn: Seit Kurzem lässt sich mit selbstgedrehten Filmen im Handyformat auch gutes Geld verdienen. In Berlin beispielsweise prämierte eine Fachjury beim &lt;a href=&quot;http://de.mobilefilmfestival.com/video.php&quot; title=&quot;Das Mobile Film Festival in Berlin&quot;&gt;Mobile Film Festival&lt;/a&gt; den besten Handstreifen Deutschlands. Und auch in Österreich entdeckte man den Handyfilm als Kunstform und rief den &lt;a href=&quot;http://www.handyfilmpreis.at/&quot; title=&quot;Der österreichische Handyfilmpreis&quot;&gt;österreichischen Handyfilmpreis&lt;/a&gt; ins Leben.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Karam Al-Ghossein gewinnt Handyfilmpreis&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der erste Preisträger heißt Karam Al-Ghossein, dessen Film unter dem Titel „Requiem Remade“ als bester österreichischer Handyfilm ausgezeichnet wurde. Einzusehen ist der Film unter www.handyfilmpreis.at und natürlich bei &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com&quot; title=&quot;YouTube&quot;&gt;YouTube&lt;/a&gt;. Die Realisierung des “Projektes Handyfilm” bewerkstelligte der Absolvent des &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/SAE_Institute&quot; title=&quot;SAE Institute bei Wikipedia&quot;&gt;SAE Institute&lt;/a&gt; in Byron Bay (Australien) mit relativ einfachen Mitteln: „Ich hatte nur ein handelsübliches Handy mit VGA-Cam, ein iBook G4, das Schnittprogramm Final Cut Pro und eine Schreibtischlampe“, berichtet Karam lächelnd. Nicht viel, wenn man bedenkt, wie hoch die Qualität der Bilder ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/k1_XXseWqxc&amp;hl=en&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/k1_XXseWqxc&amp;hl=en&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Filmmaterial vorsichtig behandeln!&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Bis der Film jedoch seine endgültige Form erhielt, war es ein weiter Weg – denn immerhin sollte man trotz aller Technik einige Dinge beachten, damit das Endprodukt stimmig ist. „Man muss das Filmmaterial vorsichtig behandeln, weil durch jeden Konvertierungsvorgang die Qualität leidet“, erzählt der Preisträger aus &lt;a href=&quot;http://www.ansfelden.at/system/web/default.aspx&quot; title=&quot;Ansfelden im Internet&quot;&gt;Ansfelden&lt;/a&gt;. Eine sehr ruhige Hand sei vorteilhaft, da die Bilder schnell verwackeln, und auch eine ausreichend große Speicherkarte im Handy ist von Nöten. Außerdem sollte man Tageslicht eher meiden, denn „das verträgt sich mit der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Video_Graphics_Array&quot; title=&quot;Die VGA-Technik bei Wikipedia&quot;&gt;VGA-Kamera&lt;/a&gt; nicht. Besser ist künstliches Licht“.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Die Tipps vom Profi&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Klingt zwar schwierig, ist es aber nicht – wenn man die Tipps vom Profi befolgt. „Wichtig ist ein gutes Storyboard“, meint Karam, „damit die Schnitte zwischen den Szenen zusammenpassen“. Außerdem solle man sich nicht abschrecken lassen, immerhin funktioniert all das beim „großen“ Film nach demselben Prinzip. Und: „Schlechter als bei ‚&lt;a href=&quot;http://gzsz.rtl.de/&quot; title=&quot;GZSZ im Internet&quot;&gt;Gute Zeiten, Schlechte Zeiten&lt;/a&gt;‘ kann es ohnehin kaum werden“, sagt Karam und lächelt verschmitzt.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Erster blank-Handyfilm&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Aber da alle Theorie ja bekanntlich grau ist, geht nichts über einen Selbstversuch mit einfachsten Mitteln. Man nehme also ein zwei Jahre altes &lt;a href=&quot;http://www.nokia.at/A4265166&quot; title=&quot;Nokia 6280&quot;&gt;Nokia 6280&lt;/a&gt;, den Windows Movie Maker, ein im Internet frei erhältliches Programm zum Konvertieren von Videodateien und voilà: Fertig ist der erste, knapp zweiminütige Gehversuch im Genre „Handyfilm“ aus dem Hause blank. Also Popcorn, Cola und M&amp;amp;M’s bereit stellen und „The Low End Article“ ansehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/6w8EfKZSzVg&amp;hl=en&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/6w8EfKZSzVg&amp;hl=en&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;
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 <category domain="http://old.blankmagazin.at/kultur">Kultur</category>
 <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 14:47:01 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Christoph Regger</dc:creator>
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 <title>Pinkeln ohne Pause</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/pinkeln_ohne_pause</link>
 <description>&lt;p&gt;Von wegen stilles Örtchen. Das war einmal! Wir haben uns mittlerweile daran gewöhnt, dass man sogar in der WC-Kabine an persönlichen Gesprächen teilnimmt. Aber anlässlich der Europameisterschaft, wird’s am privatesten aller Plätze erst richtig multimedial: Damit kein Tor in der Pinkelpause daneben geht, gibt’s ein TV am Klo (gesehen im &lt;a href=&quot;http://www.gloecklbraeu.at/&quot; title=&quot;Das Grazer Glöcklbräu&quot;&gt;Glöcklbräu&lt;/a&gt;, am Grazer Glockenspielplatz).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und weil manche Männer nicht besonders gut zielen können, installiert man mancherorts sogar kleine Fußballtore im Pissoir. Das spricht den männlichen Spieltrieb an und erhöht die Trefferquote. Angeblich spart das sogar 20 Prozent der Reinigungskosten (wie einst am Flughafen Schiphol, wo &lt;a href=&quot;http://www.urinal.net/schiphol/&quot; title=&quot;Urin-Fliegen auf urinal.net&quot;&gt;Fliegen&lt;/a&gt; ins Pissoir gemalt sind).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und wie geht’s weiter auf dem medialen Männerklo? Nicht auszudenken, wenn da zwei Herren vor dem Pinkelbecken plötzlich herumhüpften, weil die Lieblingsmannschaft gepunktet hat. Irgendwo ist Schluss mit der ständigen Informationsversorgung.&lt;/p&gt;
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 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/60">digital</category>
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 <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 13:58:50 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Ingo Suppan</dc:creator>
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 <title>Der Ton macht die Musik</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/der_ton_macht_die_musik</link>
 <description>&lt;p&gt;„Wia san grod am Jakominiplatz.“ „Bin in zwa Minuten do.“ „Mah, woa i am Samstag fett.“ Oft gehört, nun verboten – zumindest nach den Plänen der &lt;a href=&quot;http://www.graz.at/&quot; title=&quot;Magistrat Graz&quot;&gt;Grazer Stadtregierung&lt;/a&gt;.&lt;!--break--&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit einer Schnellschussaktion Mitte April will sie das Mobiltelefonieren in den Straßenbahnen und Bussen der &lt;a href=&quot;http://www.gvb.at/&quot; title=&quot;Grazer Verkehrsbetriebe&quot;&gt;Grazer Verkehrsbetriebe (GVB)&lt;/a&gt; unterbinden. Begründung: Es sei anderen Fahrgästen nicht zumutbar, ständig die Gespräche von wildfremden Menschen mithören zu müssen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Halb Österreich schmunzelte daraufhin via &lt;a href=&quot;http://oe3.orf.at/sendungen/stories/93994/&quot; title=&quot;Ö3-Wecker&quot;&gt;Ö3-Wecker&lt;/a&gt; über die steirische Landeshauptstadt, die medienwirksam der rücksichtslosen Kommunikation im öffentlichen Raum den Kampf erklärte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die neue Regelung polarisiert. Viele sind erleichtert, dass endlich Schluss ist mit der Klingelei und dem Gequatsche, andere empören sich. Wer zu welcher Fraktion gehört, darüber entscheidet nicht unbedingt das Alter, sondern welche Rolle das Handy im Alltag spielt, weiß Business-Knigge-Trainerin &lt;a href=&quot;http://www.delivision.at/delivision/&quot; title=&quot;Lisa Deutschmann&quot;&gt;Lisa Deutschmann&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Geschäftsleute, die das Mobiltelefon aus beruflichen Gründen verwenden, pflegen in der Regel keinen sensiblen Handy-Umgang. Menschen, die das Handy eher selten und vorwiegend privat benutzen, dagegen schon. Sie reagieren empfindlich auf die öffentliche Quasselei.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Handyfreie Zone&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Klar ist: Ein rücksichtsvoller Umgang mit dem Handy gehört zum guten Ton – und wird von einer Mehrheit auch gewünscht. Das belegen internationale Studien (&lt;a href=&quot;http://daumenkultur.loginb.com/&quot; title=&quot;Daumenkultur&quot;&gt;Joachim R. Höflich, „Daumenkultur. Das Mobiltelefon in der Gesellschaft“&lt;/a&gt;, Transcript Verlag, 29,70 Euro).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Trotzdem wird es wohl noch dauern bis der Handy-Knigge – den es bereits gibt - sich im Alltag durchsetzt. Die meisten Handy-Nutzer kennen diese Regeln fürs mobile Telefonieren gar nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So ist es nicht verwunderlich, dass das Grazer Tram-Gebot wie ein Anachronismus wirkt. Kommunizieren verboten? Kaum vorstellbar in einer Gesellschaft, in der es beinahe zur Bürgerpflicht wird, ständig erreichbar zu sein und wo sich viele ohne Handy nackt fühlen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dennoch steht der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl nicht alleine da mit seinem Bestreben, Handy-freie Zonen zu schaffen – oder besser gesagt: zu erhalten. Es gibt eine ganze Reihe von Tabuzonen. Einige werden allerdings gerade wieder aufgeweicht. So hat die EU zum Beispiel den Weg für Gequassel an Bord von Passagierflugzeugen freigemacht. Schon überlegen Fluglinien wie Ryanair oder Emirates ernsthaft, das Handy-Verbot an Bord aufzuheben. Perfide: Die Fluchtchancen der Mitlauscher gehen gegen Null.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch an Österreichs Tankstellen ist Telefonieren gestattet, wie die OMV auf blank-Anfrage mitteilte. Dieser Umstand ist deshalb erwähnenswert, weil in Deutschland ein solches Verbot bereits besteht. Hypothetischer Gefahrenpunkt: Ein herausfallender Akku könnte leicht entzündliche Gase zur Explosion bringen.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Straffrei telefonieren?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Doch selbst wenn öffentliches Telefonieren verboten ist - die Missachtung gilt offenbar immer noch als Kavaliersdelikt. Beispiel Handy am Steuer: 2007 telefonierte laut einer Studie des &lt;a href=&quot;http://www.kfv.at/&quot; title=&quot;Kuratorium für Verkehrssicherheit&quot;&gt;Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV)&lt;/a&gt; jeder neunte Autolenker während der Fahrt – obwohl das Unfallrisiko dadurch fünfmal  höher ist, wie KfV-Direktor Othmar Tann gegenüber der Presseagentur &lt;a href=&quot;&amp;quot;www.apa.at&quot; title=&quot;Austria Presse Agentur&quot;&gt;APA&lt;/a&gt; angab.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Handy-Sünder unter den Autofahrern drohen wenigstens hohe Strafen. In anderen gesellschaftlichen Bereichen ist die Handy-Nutzung zwar verboten, aber bei Verstößen gibt es keine klare gesetzliche Handhabe. Da setzt man mehr auf Rücksichtsnahme des Einzelnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass das nicht immer funktioniert, bestätigt beispielsweise Claudia Ederer vom Gäste Service Center der &lt;a href=&quot;http://www.therme.at/01_de/default.asp?SKey=$gV6BHu22QVqbLlR15c65250608144707&quot; title=&quot;Therme Loipersdorf&quot;&gt;Therme Loipersdorf&lt;/a&gt;. Zwar gilt im gesamten Badebereich ein Handyverbot, jedoch komme es immer wieder vor, dass sich Gäste nicht daran halten. Was die Angestellten dagegen tun? „An das Verständnis der Telefonierer appellieren“, sagt Ederer. Manchmal ein erfolgloser Versuch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch in Krankenhäusern ist der Umgang mit Mobiltelefonen diffizil. In Intensivstationen und sonstigen Orten, wo das Handy elektronische Geräte stören könnte, sind Mobiltelefone untersagt, in den Stations-Fluren, Aufenthaltsräumen und Krankenzimmern dagegen erlaubt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Warum gibt es kein grundsätzliches Verbot im Klinikbereich? „Weil sich manche Patienten verloren vorkommen, wenn sie nicht mehr mobil mit ihren Angehörigen telefonieren können“, erklärt Werner Wegscheider, Sprecher des &lt;a href=&quot;http://www.wienkav.at/kav/&quot; title=&quot;Wiener Krankenanstaltenverbund&quot;&gt;Wiener Krankenanstaltenverbunds&lt;/a&gt;. Es ist dem Fingerspitzengefühl der Mitarbeiter überlassen, wann telefonierende Patienten das Ruhebedürfnis anderer stören.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Erklärung durchaus möglich&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Wo also liegt die Lösung? Wohl in verbindlichen sozialen Normen, die beiden Seiten gerecht werden. Denen, die nicht zum zwangsweisen Zuhören verurteilt werden wollen. Und jenen, die die Freiheit brauchen, mobil zu kommunizieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Noch zeigt der Handy-Knigge keine Wirkung. Aber auch medienwirksam kommunizierte „Gebote“ bringen offenbar nicht viel, wie ein Lokalaugenschein in den Grazer Straßenbahnen wenige Wochen nach der umstrittenen Einführung zeigt: Als Unbeteiligter erfährt man weiterhin, dass man gerade am Hauptplatz ist, die Sonne scheint und sich der unbekannte Sitznachbar heute ebenfalls „überhaupt nicht schert“.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Info:&lt;/h5&gt;

&lt;h3&gt;DOs and DONTs für Handyuser&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;• Absolute Tabuzonen sind Kirchen und Friedhöfe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;• Nicht gestört werden sollen Kulturveranstaltungen, dazu zählen Theater-, Oper- und Kinovorstellungen sowie Besuche in Museen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;• Unangebracht sind Telefonate im Arzt-Wartezimmer , bei Bewerbungsgesprächen, Seminaren und Vorträgen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;• In Restaurants soll das Handy nur in Absprache mit dem Essenspartner eingeschaltet bleiben. Bei Anrufen wird nicht am Tisch telefoniert. Man entschuldigt sich und geht am besten vor die Tür.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;• Das Handy soll während eines Gesprächs nicht am Tisch liegen. Ansonsten wird signalisiert, dass ein eingehendes Telefonat wichtiger ist als der Gesprächspartner.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;• Berufliche Telefonate sollten – wenn nicht anders vereinbart– auf den Zeitraum von 8bis 17 Uhr beschränkt bleiben. Absolute Tabuzone – auch im privaten Bereich – ist die Nacht (22 bis 6 Uhr). Ebenso sollten Anrufe im Urlaub für Vorgesetzte und Kollegen Tabu sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;• Handys, die in Spinden zurückgelassen werden, gehören ausgeschaltet. Klingeltöne und Vibracall können sonst für unangenehmen Lärm sorgen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;• Unbedingt erforderlich: Ausschalten der nervigen Tastentöne und kein Anruf mit unterdrückter Nummer.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;• Heikles Thema SMS. Dazu Lisa Deutschmann: „Grundsätzlich hat eine SMS im geschäftlichen Bereich nichts verloren. Wenn man einen Geschäftspartner telefonisch nicht erreicht, kann eine Nachricht auf der Mobilbox hinterlassen werden. Sollte dies nicht möglich sein, kann man in Ausnahmefällen eine SMS schicken.“&lt;/p&gt;
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 <category domain="http://old.blankmagazin.at/gesellschaft">Gesellschaft</category>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/51">handy</category>
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 <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 13:47:31 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Jakob Traby</dc:creator>
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 <title>100 Gramm Freiheit</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/100_gramm_freiheit</link>
 <description>&lt;p&gt;„Ja, ich hatte eines. Ich wusste, dass es illegal ist, aber ich habe es bewusst riskiert. Meine Tochter hatte Depressionen, und mit Hilfe des Handys konnte ich ihr gut zureden“, erzählt Franz K. (Name geändert). Der 51-Jährige sitzt seit sieben Jahren wegen Mordes – elf hat er noch vor sich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist neun Uhr vormittags und die Regenwolken der vergangenen Nacht ziehen über die Stadt hinweg. Der Raum, in dem das Gespräch stattfindet, wirkt wie ein lieblos eingerichtetes Wohnzimmer – einzig die dicken Gitterstäbe vor dem Fenster erinnern daran, dass es sich um ein Gefängnis handelt. „Wenn man es nicht selbst erlebt hat, kann man sich nicht vorstellen, wie es ist, eingesperrt zu sein. Der erlaubte Kontakt zur Außenwelt reicht mir nicht.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Franz K. war es gewöhnt, jederzeit erreichbar zu sein. Als Bordell-Besitzer hatte er sogar zwei Handys, eines davon hat er drei Jahre lang kein einziges Mal ausgeschaltet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gilt ein tolles Handy „draußen“ auch als Statussymbol, läuft es im Knast anders: „Hier fragt keiner nach der Marke oder wie das Handy aussieht – Hauptsache, es funktioniert.“ Und der Preis für ein Mobiltelefon ist auch deutlich höher als am freien Markt: „Ich habe 150 Euro für einen ‚alten Schinken’ bezahlt, in Zigaretten. Das ist der normale Preis hier drin.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein gutes Geschäft für jene, die die Handys in die &lt;a href=&quot;http://strafvollzug.justiz.gv.at/justizanstalten/justizanstalt.php?id=17&quot; title=&quot;Justizanstalt Karlau&quot;&gt;Karlau&lt;/a&gt; schmuggeln, immerhin finden die Justizwachebeamten 60 bis 70 Mobiltelefone pro Jahr in den Zellen – die Dunkelziffer ist nach Angaben der Anstaltsleitung deutlich höher.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Kontakt ohne Kontrolle&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Dass Handys im Strafvollzug so beliebt sind, wundert Willibald Schmid, Leiter des &lt;a href=&quot;http://www.uni-graz.at/rechtsambulanz/daten_karlau.html&quot; title=&quot;Abteilungen Graz-Karlau&quot;&gt;Psychologischen Dienstes&lt;/a&gt; in der Justizanstalt, nicht: „Das Handy ist das Gegenteil von Gefängnis, es bedeutet für die Insassen ein Stück Freiheit. Mit dem Handy kann der Gefangene seine Kontakte frei wählen und frei kommunizieren. Zwar können sie über Telefonzellen Kontakt mit der Außenwelt aufnehmen, doch dieser Kontakt ist kontrolliert und beobachtet.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Teuer sind sie auch, die offiziellen Telefonzellen: &lt;a href=&quot;www.50cent.com&quot; title=&quot;50 Cent&quot;&gt;50 Cent&lt;/a&gt; pro Minute müssen die Häftlinge zahlen, Telefonate ins Ausland kosten noch mehr - das macht das Handy attraktiv.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Natürlich kann ich es nachvollziehen. In der Welt draußen ist das Handy ein täglicher Gebrauchsartikel. Und die meisten Insassen rufen damit ihre Frau oder ihre Kinder an, um zu sagen ‚Hallo, wie geht’s dir?’“. Sascha Imgraben ist Abteilungskommandant der &lt;a href=&quot;http://www.uni-graz.at/rechtsambulanz/daten_karlau.html&quot; title=&quot;Abteilungen Graz-Karlau&quot;&gt;Sonderabteilung für geistig und psychisch abnorme Rechtsbrecher&lt;/a&gt;. Er versteht das Bedürfnis der Gefangenen nach Kommunikation – in „seiner“ geschlossenen Abteilung wird er „dafür bezahlt, zuzuhören, wenn es jemandem schlecht geht“.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dass regelmäßige, unüberwachte Gespräche mit nahestehenden Menschen für die Insassen durchaus positive Effekte haben können, glaubt auch der Psychologe: „In einer Krise kann ein Gespräch mit einem Angehörigen oft mehr Hilfe bieten als ein Professionist.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Franz K. kennt die Situation: „Ich hab hier niemanden, mit dem ich sprechen kann. Der Psychologische und der Soziale Dienst sind überlastet. Unter den anderen Insassen habe ich keinen gefunden, mit dem ich wirklich ehrlich reden kann.“ Er bemüht sich um eine gelassene Gestik, doch immer wieder bohren sich seine Fingernägel nervös in seine Haut. „Draußen habe ich nur mehr meine zwei Kinder. Der Kontakt zur Familie, wenn man lange eingesperrt ist, ist so wichtig. Vor kurzem bin ich sogar Großvater geworden!“ Ein Lächeln huscht über sein sonst so ernstes Gesicht, das von tiefen Falten auf der Stirn gezeichnet ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;„Die Besuchszeiten gehen immer so schnell vorbei, und dann kommst du zurück in die Tristesse der Einzelhaftzelle.“ Die offenherzigen, blauen Augen beginnen, Mitleid zu erwecken. Es fällt schwer zu akzeptieren, dass man einen Mörder vor sich sitzen hat. Franz K. hat sich für den Termin herausgeputzt, extra ein Hemd angezogen. Höflich und zuvorkommend schließt er das Fenster, als es draußen zu laut wird. Ob er weiß, wie die Handys herein geschmuggelt werden? „Die Frage würde sich hier keiner gefallen lassen. Aber ich habe gehört, dass sie über die Mauer geworfen werden.“&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Kreative Schmuggel-Methoden&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Das bestätigt auch Imgraben: „Weil sich unser Gefängnis mitten in der Stadt befindet, kommen viele Dinge über die Mauer. Aber auch beim Besuch oder über Freigänge wird geschmuggelt – also über Schlepper.“ Schlepper schlucken die Handys als ganzes oder in Einzelteilen, oder führen das Schmuggelgut rektal ein. Die Methode erstaunt den erfahrenen Justizwachebeamten nicht: „Wir haben auch schon im After versteckte Rasierschaumdosen gefunden, da haben Handys auch Platz.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Teil kommt das Schmuggelgut sogar über Rechtsanwälte und Therapeuten in die Anstalt, wie Bezirksinspektor Thomas Held erzählt: „Ich möchte jetzt zwar niemandem etwas unterstellen, aber es kam schon vor; etwa Übergaben von Lottoscheinen oder Geld.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den Schmuggel völlig zu verhindern, sei trotz Sicherheitskontrollen in der Realität nicht machbar: „Man könnte natürlich viel intensiver visitieren, da müsste sich allerdings jeglicher Besuch für die Insassen komplett entblößen und wir müssten wirklich in allen Körperöffnungen Nachschau halten. Das wäre irrsinnig aufwändig; zum Teil machen wir es schon, aber meistens müssen wir uns darauf verlassen, dass die Kollegen in den Besuchsräumen besonders aufmerksam sind.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sind die Handys erst einmal erfolgreich in die Justizanstalt geschmuggelt worden, haben es die Justizwachebeamten nicht leichter, denn die Insassen sind sehr erfindungsreich: Sie verstecken die Telefone in ausgehöhlten Büchern, Fernsehern, Radioboxen, Dosen mit doppeltem Boden oder ausgehöhltem Brot.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In jeder Zelle befindet sich außerdem eine Waschgelegenheit für die Insassen. „Die Ablage unter dem Spiegel lässt sich ganz leicht abschrauben, dahinter kann man viel verstecken. Unsere Häftlinge sind auch sehr geschickt darin, Dinge in der Wand zu verstecken“, erklärt Imgraben, während er durch leises Klopfen an die Fliesen demonstriert, wie die Beamten nach Hohlräumen suchen. „Auch der Blumentopf ist natürlich ein Klassiker.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Technische Unterstützung bei der Suche nach den illegalen Geräten bekommen die Justizwachebeamten vom so genannten Handyfinder, der Handys bis auf ein paar Meter genau orten kann. Wo genau sich das Handy befindet, kann das Gerät nicht anzeigen – hier beginnt für die Beamten wieder das gute alte Stöbern.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;„Verbot überdenken“&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Das Gefahrenpotential des Handys innerhalb des Gefängnisses wird aber ohnehin als eher gering eingeschätzt. „95 Prozent der Insassen missbrauchen ihr Handy nicht“, ist Brigadier
Franz Hochstrasser, Leiter der Justizanstalt, überzeugt. „Die meisten rufen damit wirklich ihre Familie an.“ Das generelle Handyverbot für die Gefangenen hält er nicht mehr für sinnvoll, denn: „Straftaten planen oder organisieren kann der Häftling auch anders, beim Besuch zum Beispiel. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis man sich überlegen muss, ob die Handys im Strafvollzug nicht freigegeben werden sollten.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch beim im Knast verbotenen Internet macht man sich schon Gedanken für die Zukunft: „Derzeit arbeiten wir an einer Schulungsplattform, die sich Tele-Learning nennt. Sie soll es den Insassen ermöglichen, eingeschränkt im Internet zu surfen.“ Bis die Schulungsplattform voll einsatzfähig ist, wird es noch etwa ein halbes Jahr dauern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei Franz K. geht die Zukunftsplanung in eine andere Richtung. Der illegale Besitz des Handys kostet ihn vielleicht die vorzeitige bedingte Entlassung. Trotzdem ist er zuversichtlich: „Ich freue mich darauf, wenn ich wieder in Freiheit bin und ein Handy habe, mit dem ich Menschen, die mir wichtig sind, einfach anrufen kann, wann ich will. Und ich habe mir vorgenommen, die kleinen Dinge des Lebens intensiver zu genießen; etwa einen Spaziergang, ein gutes Essen, Sonnenstrahlen, schwimmen gehen.“ Das riesige, graue Tor schließt sich. Es ist zwölf Uhr mittags. In der Welt draußen scheint mittlerweile die Sonne, ein SMS am Handy: “Kommst du mit in den Park?”&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Info: In der Justizanstalt Graz-Karlau sitzen Verurteilte mit einem Strafausmaß von über 18 Monaten. Derzeit befinden sich in der Anstalt 538 Insassen, wovon 67 als geistig und psychisch abnorme Rechtsbrecher gelten. Die häufigsten Delikte sind Mord, Suchtmittelmissbrauch und Pädophilie. Das fünf Hektar große Gelände ist umgeben von einer 1000 Meter langen Mauer und wird u.a. von rund 120 Kameras überwacht.&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 13:21:25 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Puller Susanne</dc:creator>
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 <title>Andere Länder - andere Sitten</title>
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 <description>&lt;h3&gt;Italien&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Italiens &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratie&quot; title=&quot;Demokratie bei wikipedia&quot;&gt;Demokratie&lt;/a&gt; ist in Gefahr. Es mag an düstere Mafia-Filme erinnern: &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,545012,00.html&quot; title=&quot;Journalist will Stimmzettel in Köln gekauft haben bei spiegel.de&quot;&gt;Italiens Wähler verkaufen ihre Stimme&lt;/a&gt;. Denn in Mobiltelefonen eingebaute Kameras gefährden die geheime Wahl. Bei vergangenen Wahlen sollen Wähler ihr Kreuzchen auf dem Wahlzettel mit der Fotofunktion festgehalten haben. Für den Beweis „richtig“ gewählt zu haben, gab es Geld oder andere Gegenleistungen. Beim Urnengang im April wurden Fotoapparate und Handys in &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Italien&quot;&gt;Italien&lt;/a&gt; nun verboten.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Kuba&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der Ansturm war groß: Nachdem die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ra%C3%BAl_Castro&quot;&gt;kubanische Regierung&lt;/a&gt; im April 2008 den Handymarkt für alle Bewohner der karibischen Insel öffnete, bildeten sich lange Schlangen vor den Verkaufsstellen. Allerdings: Kubanische Handybesitzer müssen dafür auf eine härtere Währung umsteigen. Mit den üblichen Pesos zu bezahlen ist nicht möglich. Der staatliche Telekommunikationsmonopolist ETECSA verlangt für seine Prepaid-Tarife konvertierbare Pesos &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Peso_convertible&quot; title=&quot;Peso convertible bei wikipedia&quot;&gt;(Peso convertible oder CUC)&lt;/a&gt;. Diese zweite offizielle kubanische Währung, vor allem von Touristen gebraucht, ist an den Dollar gekoppelt und 24-mal mehr wert als der „Peso cubano“, mit dem Durchschnittsbürger bezahlen. 
Bisher war der Handybesitz auf ranghohe Beamte und Mitarbeiter ausländischer Firmen beschränkt. Der „normale“ Bürger gelangte nur über Umwege an ein eigenes Mobiltelefon: In &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kuba&quot;&gt;Kuba&lt;/a&gt; lebende Ausländer meldeten sich bei kubanischen Providern an und gaben das Gerät an Einheimische weiter.
Trotz Öffnung bleiben Handys für viele Kubaner unerschwinglich: Das billigste Telefon ist für rund 65 US-Dollar zu haben, Mobilfunkverträge kosten rund 100 Dollar. Das kubanische Monatsgehalt dagegen beträgt monatlich rund 17 Dollar.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Afrika&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die Hoffnung auf eine „mobile Revolution“ liegt am schwarzen Kontinent: &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Afrika&quot;&gt;Afrika&lt;/a&gt; telefoniert bevorzugt mobil. Von 900 Millionen Afrikanern haben mehr als 200 Millionen inzwischen ein Handy, nur 27 Millionen verfügen über Festnetz. Vor allem die großen europäischen Netzbetreiber werden in Afrika zu Goldgräbern: Ein Wachstum von jährlich rund 20 Prozent steht einem gesättigten europäischen Markt gegenüber. Schnelle Profite locken.
Die Europäer konkurrieren dabei mit arabischen Öl-Multis und indischen Gesellschaften. Die einen sind ihnen mit fantastischen Budgets voraus, die anderen wissen, wie man mit wenig zahlungskräftigen Kunden umgeht. Monatlich hat das Gros der afrikanischen Kunden nicht mehr als fünf Dollar für Telefongespräche übrig. Und das Mobiltelefon gehört für immer weitere Teile der Bevölkerung zur Grundausstattung – auch für die Armen.
Um das knappe Budget nicht zu übersteigen, haben Afrikas Handykunden einen eigenen Kommunikations-Knigge entwickelt.
Erstes Gebot: „Der Reichere zahlt“. Der Ärmere lässt kurz läuten und signalisiert damit „Ruf mich zurück“. &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,508487,00.html&quot; title=&quot;Der Reichere zahlt bei spiegel.de&quot;&gt;&quot;Beeping&quot;&lt;/a&gt; nennt sich diese Methode. Jeder dritte Anrufer bittet inzwischen um einen Rückruf. Das drückt die Handyumsätze.
Europas Anbieter sind an Umsätze von rund 30 Euro monatlich pro Kunden gewöhnt. Das dämpft die Stimmung jedoch nicht. Im Gegenteil: Bis 2010 sollen weitere 100 Millionen Handynutzer hinzukommen. So soll die Versorgung in Afrika auf 90 Prozent steigen.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Burma&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Zugang zu freien Medien? Den haben burmesische Bürger nur, wenn sie sich das auch leisten können. Pünktlich zum 60. Jubiläum der Unabhängigkeit erhöhte die Regierung die Gebühren für den Empfang ausländischer TV-Sender um das 166-fache auf rund 500 Euro jährlich.
Empfangen werden können in &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Myanmar&quot;&gt;Burma&lt;/a&gt; aber ohnehin nur politisch harmlose Sendungen. Nachrichten gibt es ausschließlich im Staatssender &lt;a href=&quot;http://www.mrtv3.net.mm/&quot; title=&quot;MRTV&quot;&gt;MRTV&lt;/a&gt;. Im Netz sind oppositionelle Websites, sowie Yahoo und Hotmail gesperrt. 
Auch Handyverbindungen werden von den Militärs gern gekappt, so zum Beispiel  während der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Demonstrationen_in_Myanmar_2007&quot;&gt;Proteste buddhistischer Mönche im September 2007&lt;/a&gt;. Der Grund: Während noch vor 20 Jahren kaum Informationen von der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung nach außen gedrungen waren, konnten diesmal die Proteste dank Handys und Internet im Ausland mitverfolgt werden.&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 13:15:21 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Scheikl Katrin</dc:creator>
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