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 <title>netzwerk</title>
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 <description>The taxonomy view with a depth of 0.</description>
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 <title>Lernen 2.0</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/lernen_2.0</link>
 <description>&lt;p&gt;Für viele rast die Welt um uns herum viel zu schnell vorbei. Gerade beim Wissen hat die Menschheit einen ordentlichen Zahn zugelegt: Etwa alle eineinhalb Jahre verdoppelt sich das Wissen der Menschheit. Wer kann da noch Schritt halten? &lt;a href=&quot;http://widawiki.wiso.uni-dortmund.de/index.php/Konnektivismus&quot; title=&quot;Erklärung Konnektivismus bei widawiki&quot;&gt;„Konnektivismus“&lt;/a&gt;, eine vernetzende Art des Lernens, ist ein Lösungsansatz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Niederländer &lt;a href=&quot;http://www.zylstra.org/blog/&quot; title=&quot;Ton Zijlstras Blog&quot;&gt;Ton Zijlstra&lt;/a&gt; beschäftigt sich intensiv mit dieser neuen Lernstrategie und arbeitet unter anderem mit Lehrenden an der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Erasmus-Universit%C3%A4t_Rotterdam&quot; title=&quot;Uni Rotterdam auf wikipedia&quot;&gt;Universität Rotterdam&lt;/a&gt;. Dort soll der Unterricht an die digitale Realität der Studenten angepasst werden, da das Informationsvolumen des Lehrstoffs heutzutage sehr groß ist. blank bat den Experten zum Gespräch, um sich dem Begriff und der Bedeutung von Konnektivismus anzunähern und Antworten zu finden.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Was ist Konnektivismus überhaupt?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Konnektivismus ist eine neue Lernstrategie, entwickelt von &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/George_Siemens&quot; title=&quot;George Siemens auf Wikipedia (englisch)&quot;&gt;George Siemens&lt;/a&gt;. Sie besagt, dass Wissen nicht mehr für sich alleine, sondern im Verbund generiert und weitergegeben wird. Alles Wissen steht in einem Kontext, welcher durch Netzwerke gegeben ist. Es ist dabei aber unerheblich, ob es sich um reale oder virtuelle Netzwerke handelt.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Gibt es die „richtigen“ Netzwerke?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die Netzwerke um einen herum muss man ständig neu bewerten. Wenn man Informationen erhält, die sich als unwahr herausstellen, dann steigt das Misstrauen gegenüber diesem Netzwerk. Pluralität ist wichtig, wenn man im Internet kommuniziert. Dann sollte man auch öfters den Medienkanal wechseln, denn immer mit denselben Tools zu kommunizieren birgt die Gefahr, dass die Form zu zwingend wird.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Wissen wächst exponentiell. Inwiefern trifft der Spruch „speed kills“ hier zu?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Einen „uomo universale“ (ein Gelehrter, der in allen Wissensgebieten Bescheid weiß) gibt es schon seit Jahrhunderten nicht mehr, dazu ist der Wissenszuwachs viel zu gewaltig. Aber auch im digitalen Zeitalter lässt sich feststellen, dass die Art der Wissensgenerierung und -weitergabe sich kaum geändert hat. Immer schon gab es diejenigen, die sich in Detailwissen vertiefen und andere, die zwischen einzelnen Gebieten Brücken bauen und das Wissen somit vernetzen. Ähnliches konnte man schon beim &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Buchdrucks&quot; title=&quot;Geschichte des Buchdrucks bei Wikipedia&quot;&gt;Buchdruck&lt;/a&gt; beobachten. Das Internet begünstigt die vernetzte Vorgangsweisen strukturell, denn nun kann man unabhängig von Zeit und Ort mit jedem in Austausch treten, der daran teilnehmen möchte.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Wie kann man relevante Inhalte filtern?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Dafür gibt es eigentlich keine objektiven Maßstäbe. Prinzipiell kann man zwei Vorgangsweisen unterscheiden. Die erste Möglichkeit ist die selbstreflexive Perspektive, bei der man sich fragt, was für einen selbst wichtig ist und was die Ziele sind. Die zweite Möglichkeit stellt das soziale Netzwerk dar. Was ist dem Netzwerk wichtig? Welche Fragestellungen beschäftigen mein Netzwerk derzeit? Man lässt also alles auf einen zukommen. Der Filter sind die Entscheidungen des Netzwerkes, die festlegen, was nun relevant ist und was nicht. Das führt dazu, dass man eine größere persönliche Verantwortung an den Tag legen muss und vieles kritisch zu hinterfragen hat.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Ist Konnektivismus auch in „low tech“ Ländern möglich?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Konnektivismus ist, wie bereits erwähnt, keine Erfindung des Computerzeitalters. Der Westen wurde in seinem Denken und Handeln stark durch die Industrialisierung und dort vor allem durch den &lt;a href=&quot;http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/taylorismus/taylorismus.htm&quot; title=&quot;Erklärung Taylorismus bei Wirtschaftslexikon24.net&quot;&gt;Taylorismus&lt;/a&gt; (geplante, arbeitsteilige Industriemethode zur Massenproduktion) geprägt. Das war und ist eine sehr negative Bewertung des Menschen. Dieses „Fließbanddenken“ hat sich leider auch bis in die Art und Weise durchgesetzt, wie wir lernen und Wissen konsumieren. 
So gesehen waren die letzten 150 Jahre der Ausnahmezustand, nun beginnen wir wieder langsam von dieser Linearität des Lernens abzurücken. Natürlich sind technologisch hochentwickelte Länder im Vorteil, denn sie besitzen die ideale Infrastruktur für vernetzte Kommunikation. Aber man sollte z.B. Asien oder Afrika bei weitem nicht unterschätzen. Deren Technologie mag vielleicht veraltet sein, doch wird sie teilweise effizienter genützt, als der Westen es jemals tat. Ein weiterer Vorteil: Technologien müssen nicht teuer entwickelt werden, sondern können (wenn auch verzögert) übernommen werden.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Konnektivismus hat keine Hierarchie. Kann es zur Orientierungslosigkeit kommen?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Ein konnektivistisches Handeln kann anfangs durchaus verwirrend sein, denn schon von klein auf wird man ja schließlich auf hierarchisches Denken trainiert, darauf nur von ‚wichtigen’ Personen Wissen anzunehmen. Für Konnektivismus braucht man neue Fähigkeiten: Selbstbestimmung, Eigenverantwortlichkeit und Kritikfähigkeit sind essentiell für ein „Lernen 2.0“.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Wie können irrelevante oder falsche Inhalte aus einem Netzwerk heraus gefiltert werden?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Man muss ständig jede Information auf ihre Brauchbarkeit hin untersuchen. Wissen sollte auch die Fähigkeit zu handeln sein. Soziales Filtern bedeutet nicht nur, das Gesagte zu interpretieren, sondern auch ständig zu bewerten, wer mir Informationen weitergibt und ob man dieser Quelle weiterhin Vertrauen schenken kann. Soziales Filtern bedeutet also, ständig zu bewerten, was andere erzählen. Jeder muss immer alles selbst beurteilen, das widerspricht zwar allem, was man in den letzten Jahrzehnten lehrte, ist aber für den Konnektivismus unabdingbar.&lt;/p&gt;
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 <comments>http://old.blankmagazin.at/geschichten/lernen_2.0#comments</comments>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/3">interview</category>
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 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/94">konnektivismus</category>
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 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/204">web 2.0</category>
 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 19:07:19 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Ingo Suppan</dc:creator>
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 <title>Funkfeuer: Graz brennt</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/funkfeuer_graz_brennt</link>
 <description>&lt;p&gt;Dazu versetzen wir uns zurück ins Jahr 1752. Damals wohnte der Alois noch am Schlossberg und die Aloisia sennerte am Schöckl. Damals war noch alles ganz anders, in nostalgischer Verklärung versinkend, könnte man sagen: 
Damals war alles besser, die Umwelt intakt, die Kaiserin am Ruder und die Menschen gesund (abgesehen von der Pest vielleicht).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weil es Frühling geworden und der Alois im besten Alter war, beschloss er, der Aloisia einen Heiratsantrag zu machen. In Ermangelung von Internet und Telefon trug sich diese Kommunikation ungefähr so zu: Zuerst nahm der Alois seinen selbst gemachten Obstler, natürlich doppelt gebrannt, zur Hand, um seiner Stimme die nötige Ausdruckskraft zu verleihen. Dann trat er in all seiner Herrlichkeit hinaus vor die Hütte, orientierte sich langsam, weil vom Obstler leicht beeinträchtigt und stellte sich dann so hin, dass er Richtung Senner-Hütte am Schöckl schaute, wo Aloisia gerade ihren Käse reifen ließ. Dann schmetterte er lauthals los: HollaLuisiLuisieh dubistsowundasche dihollahollahe gehheiratmijuche …&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Aloisia hat das gehört und sich so gefreut, dass sie fast kopfüber in den Käsebottich gefallen wäre. Dann hat sie die Nachricht, der Technik des Alois entsprechend, an ihre Schwester, die Resi am Ruckerlberg, weitergejodelt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit 1752 sind viele Jahre vergangen, unsere Kultur und unsere Kommunikationsweisen haben sich geändert und aus dem Jodeln wurde das &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Funkfeuer&quot; title=&quot;allgemeine Info über Funkfeuer auf Wikipedia&quot;&gt;Funkfeuer&lt;/a&gt;. Wie die Schallwellen praktisch von einem Berg zum nächsten, quer über das Grazer Stadtgebiet „geflogen“ sind, wenn der Alois der Aloisa, was mitgeteilt hat, fliegen heute Funkwellen von einem User (Jodler) zum nächsten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Hütten, von denen aus gejodelt und Nachrichten weiterkommuniziert wurden, sind zu so genannte Funkknoten geworden. Diese Funkknoten befinden sich meist auf Hochhäusern. Für die Funktionalität des Funksystems ist es, wie beim Jodeln, notwendig, dass zwischen Sender und Empfänger Sichtkontakt bzw. eine freie Luftlinie besteht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer zum „Cyber-Jodler“ werden möchte, braucht lediglich einen Router und eine Antenne. So kann billig, ohne laufende Gebühren zu bezahlen, ein stadtweites Netz entstehen – unkommerziell und als Alternative zum konventionellen Netz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im direkten Vergleich zum Jodeln hat Funkfeuer den riesigen Vorteil, dass man in kürzeren Zeitspannen mehr Information übermitteln kann, ohne dass man seine Stimme vorher mit Obstler ölen muss.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hätten Alois und Aloisia das damals schon gewusst, wären auch sie zu Cyber-Jodlern geworden und zu blühenden Funkfeuer-Fans.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Machen auch Sie mit und spielen Sie Brandstifter: Vielleicht tragen auch Sie in Zukunft zur Ausbreitung des Funkfeuers in Graz bei. Möge die Stadt brennen.&lt;/p&gt;
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 <comments>http://old.blankmagazin.at/geschichten/funkfeuer_graz_brennt#comments</comments>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/272">aktionismus</category>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/28">cyber</category>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/284">fun</category>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/fun">Fun</category>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/27">graz</category>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/16">liebe</category>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/30">netzwerk</category>
 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 17:33:36 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Neumayr Michael</dc:creator>
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