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 <title>arbeit</title>
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 <description>The taxonomy view with a depth of 0.</description>
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 <title>Mein Büro ist, wo mein Kopf ist</title>
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 <description>&lt;h3&gt;Arbeitsplatz öffentlicher Raum&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Heute reicht schon ein Laptop und ein Internetanschluss und man ist voll einsatzfähig.&lt;!--break--&gt; Daraus ergeben sich natürlich ganz neue Perspektiven. Die Stadt bietet die unterschiedlichsten Flächen, um zu lernen und zu arbeiten. Und  vor allem junge Menschen sehen keinen Grund, sich bei ihrer Arbeit ins Neonlicht zurückzuziehen. Sie nutzen den öffentlichen Raum, und wer durch die Stadt streunt, kann sie überall finden. Jeder Ort hat seine eigenen Vorzüge.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Im Café&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;img class=&quot;left&quot; style=&quot;float:left;&quot; src =&quot;http://www.blankmagazin.at/files/Nina_Büro_nachdenklich&quot;/&gt; 
Schriftsteller und Journalisten haben es schon immer geliebt. Bei Kaffee und Kipferl stundenlang im Café sitzen, schreiben und über Gott und die Welt diskutieren. Die Infrastruktur hängt alle Alternativen ab: ein Platz zum Sitzen, Speisen und Getränke, Toiletten und außerdem herrscht immer Idealtemperatur. Viele Cafés bieten heute auch einen gratis Internetanschluss. Ganz ohne Geld dafür auszugeben, darf man all dies aber nicht erwarten. Wer stundenlang einen Tisch beansprucht, der sollte auch etwas konsumieren.
&lt;img class=&quot;left&quot; style=&quot;float:left;&quot; src =&quot;http://www.blankmagazin.at/?q=files/imagecache/bildklein/Nina_Büro_Aschenbecher.jpg&quot;/&gt; 
&lt;img class=&quot;left&quot; style=&quot;float:right;&quot; src =&quot;http://www.blankmagazin.at/?q=files/imagecache/bildklein/Nina_Büro_Semmel.jpg&quot;/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Im Park&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Leben rundherum. Seiltänzer üben zwischen den Bäumen und verlieren kreischend und lachend das Gleichgewicht. Halbwüchsige Fußballer jagen barfuß dem Ball hinterher und machen ihre Mitspieler mit lauten Rufen auf sich aufmerksam. Dazwischen dösen Studentinnen, die auf etwas Bräune aus sind. Und auf den Parkbänken sitzen Pensionisten und schauen dem Treiben zu. Keine Frage: Hier zu arbeiten erfordert Konzentration und Disziplin. Die Versuchung, sich der Freizeitstimmung rundum anzuschließen, ist groß. Immer wieder lenken Geräusche oder Bewegungen die Sinne ab. Aber dann sind da auch wieder alte Kastanienbäume und weite, grüne Wiesen, die uns das Land mitten in die Stadt holen – und Ruhe über den Trubel legen.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Im Bus&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;An heißen Sommertagen ziehen sich die Wartezeiten an der Busstation mitunter sehr in die Länge. Und dann die Strecke bis zur Uni und zurück, jeweils eine halbe Stunde. Das sind fünf Stunden die Woche. Wer diese Zeit nützt, um zu lernen, kann am Wochenende die Nächte durchmachen. Allerdings: Konzentration fällt hier schwer. Alle zwei Minuten bleibt der Bus unter Ächzen stehen, die Türen öffnen sich, Leute steigen ein und aus. Eine Reihe vor uns schimpft man über die assozialen Nachbarn aus der Türkei und die alte Dame auf dem Notsitz klagt über ihr schwaches Herz. Eine Stimme meldet erst in breitem steirischen Dialekt eine Störung der Linien 1 und 7, und wiederholt in reinstem Hochdeutsch: „Der Gleiskörper auf Höhe Rosseggerhaus wird von einem defekten Pkw blockiert.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und dann die ständige, latente Angst, man könnte seine Station verpassen. Das alles womöglich eingeengt auf viel zu kleinen Sitzen, neben dem Nachbarn, dem man heute morgen im Stiegenhaus gerade noch entkommen konnte. Angenehm? Produktiv? Mit Sicherheit nicht, aber was denn sonst tun?&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Über der Stadt&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Auf dem &lt;a href=&quot;http://www.graz.at/cms/beitrag/10026257/315783/&quot;&gt;Schlossberg&lt;/a&gt; steht man über den Dingen. Nur leise dringt die Geräuschkulisse der Stadt hinauf bis zum Grazer Uhrturm. Zwischen dieser Oase und der Stadt liegen zwar viele Stufen, die einen zum Schnaufen bringen. Hektik bleibt dafür weitgehend ausgeblendet. 
„Hier sitzt man wie in einem Regal“, analysiert Ligia, eine Mathematikerin. Wer von oben auf die Terrassen hinuntersieht, kann das nachvollziehen. Ganz oben die Touristen, die sich vor der Kulisse der Stadt fotografieren lassen, ein ständiges Kommen und Gehen. Darunter, im Rosengarten, geht es schon ein wenig beschaulicher zu, auf den Schotterwegen flanieren die Spaziergänger. Noch weiter unten Liebespärchen und lesende Einzelgänger, die nur hin und wieder aufschauen und sich vergewissern, dass die Welt um sie noch da ist. Wer es ruhig und zurückgezogen mag, hat hier seinen Platz gefunden.&lt;/p&gt;
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 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/278">arbeit</category>
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 <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 22:21:56 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Nina Strasser</dc:creator>
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