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 <title>religion</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/273</link>
 <description>The taxonomy view with a depth of 0.</description>
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 <title>Von Plüschtieren und Butterbroten</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/von_plueschtieren_und_butterbroten</link>
 <description>&lt;h3&gt;Hobby-Psychologen gesucht&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Auf &lt;a href=&quot;http://parapluesch.de/&quot;&gt;parapluesch.de&lt;/a&gt; kann man seine therapeutischen Fähigkeiten an misshandelten Plüschtieren testen. Während Dr. Kindermann auf Forschungsreise ist, übernimmt der User die Leitung der Anstalt. Zu den Patienten zählt beispielsweise das Nilpferd Lilo, welches unter Autismus leidet. Die Therapieformen reichen von der Traumanalyse über Gesprächstherapie bis hin zur 
Telefonseelsorge. Mit viel Geduld und der richtigen Behandlung kann der Patient geheilt und 
sogar käuflich erworben werden.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&quot;Gott ist überall&quot;,&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;sogar im Internet. Die amerikanische Website 
&lt;a href=&quot;http://www.godtube.com/&quot;&gt;godtube.com&lt;/a&gt; möchte &quot;Christen verbinden und das Evangelium verkünden.&quot; Die Botschaft Gottes soll unters Volk gebracht werden. Aber neben frommen Texten und christlicher Musik findet der Website-Besucher auch Beiträge gegen die Evolutionstheorie oder die Abtreibung. Der User kann zudem in der virtuellen Bibel schmökern oder an der &quot;Prayer Wall&quot; ein persönliches Gebet hinterlassen. Bei godtube handelt es sich allerdings nicht um eine Einzelerscheinung. Das Internet als Gotteshaus boomt, und auch &lt;a href=&quot;http://www.das-fsm.de/&quot; title=&quot;Fliegendes Spaghetti-Monster&quot;&gt;andere Religionen&lt;/a&gt; nützen Online-Plattformen und Video-Streams, wie zum Beispiel &lt;a href=&quot;http://jewtube.com/&quot;&gt;jewtube&lt;/a&gt; oder &lt;a href=&quot;http://www.islamictube.net/&quot;&gt;islamictube&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Dringend nötig und sehnlichst erwartet&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;haben wir die Antwort auf alle Community-Sites und Social-Networks: &lt;a href=&quot;http://www.alleinr.de/&quot;&gt;alleinr.de&lt;/a&gt;. Einsam fühlt man sich hier schon ein bisschen, aber genau damit lockt die Seite! Für all jene, die dem Web 2.0-Hype nichts abgewinnen können und denen digitale Social-Networks zum Hals raushängen, bietet alleinr.de einen Ruheraum zum Entspannen im Netz. Man meldet sich nicht an, knüpft keine Kontakte und kommentiert auch nicht. Man sieht eigentlich auch gar nichts. Bloß einen schwarzen Bildschirm. Willkommen am Ende des Internets. Offen bleibt, wozu man dafür den Computer erst einschaltet.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Rettet das Butterbrot!&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Denn in Zeiten von Baguette und Sandwiches ist es eine bedrohte Spezies. Zumindest, wenn es nach der Plattform &lt;a href=&quot;http://www.butterbrot.de/&quot; title=&quot;butterbrot.de: Rettet das Butterbrot&quot;&gt;butterbrot.de&lt;/a&gt; geht. Diese hat sich der ehrenvollen Aufgabe verpflichtet, sich für den Erhalt des Butterbrots einzusetzen. Das reicht von einer Rezeptdatenbank für Butterbrote bis zur Möglichkeit, einen dieser Artgenossen zu adoptieren. Wer glaubt, dass dies schon alles ist, was es über Butterbrote zu sagen und zu zeigen gibt, irrt: Die Wahl zur „Schnitte des Jahres“ beeindruckt ebenso wie eine kleine Comic-Galerie. Accessoires für Butterbrote werden im virtuellen „Brettchen Museum“ vorgestellt.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Der beste Freund der Frau ist der Schuh.&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Egal, ob Bikinifigur oder nicht, der Schuh passt immer. 
&lt;a href=&quot;http://shoetube.tv/&quot;&gt;shoetube.tv&lt;/a&gt; bietet professionelle Reportagen, aber auch Promotion-Videos und User-Beiträge. Bewertet werden diese stilecht mit maximal fünf Stöckelschuhen. Neben lehrreichen Videos über die Physik der High Heels finden sich auch Foren und Blogs, die sich des Schuh-Themas annehmen. Und wem der Platz für seine Lieblinge ausgeht, der kann sie auch einem guten Zweck spenden, &quot;Soles 4 Souls&quot; heißt die Aktion.&lt;/p&gt;
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 <comments>http://old.blankmagazin.at/geschichten/von_plueschtieren_und_butterbroten#comments</comments>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/22">internet</category>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/258">psychologie</category>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/273">religion</category>
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 <category domain="http://old.blankmagazin.at/spots">spots</category>
 <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 23:04:07 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Bröckel Birgit</dc:creator>
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 <title>Das große Stillschweigen</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/das_grosse_stillschweigen</link>
 <description>&lt;p&gt;Die Anfahrtsskizze liefert hilfreiche Anhaltspunkte: Vorbei an &lt;a href=&quot;http://www.mcdonalds.at/&quot; title=&quot;McDonald&#039;s im Internet&quot;&gt;McDonald‘s&lt;/a&gt;, gegenüber der Diskothek &lt;a href=&quot;http://www.bollwerk.at/&quot; title=&quot;Website der Discothel Bollwerk&quot;&gt;Bollwerk&lt;/a&gt; nach links den Berg hinauf. &lt;!--break--&gt;
Nach einer kurvenreichen, engen Straße und einem abschließenden Fußmarsch ist man oben. Oben – das heißt weit entfernt von Fast Food und Discosound. Oben – wo neun Frauen ein zurückgezogenes Leben hinter Klostermauern führen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Pfortenschwester Josefa empfängt Besucher des Klosters und leitet sie in das Besprechungszimmer. Der Raum bildet die Trennlinie zwischen drinnen und draußen, erkennbar gemacht durch ein Holzgitter mit Vorhang dahinter. Ein Windhauch kündigt das Kommen von Schwester Raffaella an, sichtbar wird sie erst, als sie freundlich und bestimmt Vorhang und Holzgitter zur Seite schiebt. Die Verbindung zwischen beiden Seiten ist ein Tisch, an dem sich Besucher und Nonnen gegenüber sitzen. Eine strenge Grenze für beide Seiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Priorin&quot; title=&quot;Das Amt der Priorin bei Wikipedia&quot;&gt;Priorin&lt;/a&gt; des weststeirischen Karmels beschreibt die Bedeutung der Klausur als den Rahmen, der für dieses auf Gott gerichtete Leben notwendig sei: „Sechs Stunden am Tag beten wir ausschließlich.“ Vom Abend bis zum Morgengebet herrscht „großes Stillschweigen.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ansonsten „kleines Stillschweigen“: Die Ordensregeln verlangen, möglichst alleine zu arbeiten und Gespräche untereinander auf das Notwendigste zu reduzieren. Egal ob bei der Gartenarbeit, dem Kochen oder Kerzen-Verzieren – immer gilt es, die Gedanken frei zu halten, „um ganz bei ihm zu sein.“&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Reden mit Stoppuhr&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der täglichen Gottesdienst und die Chorgebete in der Klosterkirche sind öffentlich, die Karmelitinnen selbst kommen über einen eigenen Verbindungsgang zur Kirche, bleiben im abgetrennten Bereich der Orgel und empfangen die heilige Kommunion durch ein Gittertor. „Mittendrin und doch gesondert“, sagt die Priorin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nur zwei Mal am Tag wird die Stille unterbrochen: Jeweils eine knappe Stunde nach Mittag- und Abendessen – bei Hand- und Bastelarbeiten – tauschen die Schwestern ihre Gedanken untereinander aus. „Diese Zeit brauchen wir unbedingt. Wenn es die nicht gäbe, wäre man versucht, in der übrigen Zeit zu reden“, sagt Schwester Raffaella.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Beten als Tor zur Welt&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der Medienkonsum ist beschränkt: Eine Tageszeitung, ein Mal täglich Radionachrichten. Zu wissen, was draußen passiert, ist für für den Orden wichtig. Schwester Raffaella sagt: „Wir wollen uns nicht zurückziehen, sondern die Anliegen der Welt im Gebet mittragen.“ Die Priorin schmunzelt und erzählt, wie Besucher diesen Anspruch registrieren: „Von ihnen hören wir immer wieder: ‚Wenn man informiert sein will, was in der Welt los ist, muss man nur eure Fürbitten anhören.´“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anlässe zu bitten liefern nicht nur die Nachrichten. Die Schwestern bekommen Anrufe, Briefe und persönliche Besuche mit Gebetsanliegen. Besonders die Bitten von Eltern für ihre Kinder würden zunehmen, und führen den Nonnen immer wieder lebensnahe Schicksale vor Augen.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Fernsehen nur zu besonderen Anlässen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Einen Fernseher gibt es mittlerweile (früher wurde er für besondere Anlässe ausgeborgt), der „steht aber Jahr und Tag einsam in einem selten benutzten Raum.“ Eingeschaltet wird er nur gezielt: „Als der heilige Vater in Österreich war, das haben wir uns von A bis Z angeschaut. Oder die Seligsprechung von &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_J%C3%A4gerst%C3%A4tter&quot; title=&quot;Franz Jagerstätter bei Wikipedia&quot;&gt;Franz Jägerstätter&lt;/a&gt;“, erzählt Schwester Raffaella. „Aber das hat uns nicht rausgebracht aus unserem Leben, sondern hat es vertieft.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Blickwinkel und die Intensität, mit der die bewegten Bilder aufgenommen werden, ist anders: So wundern sich die Karmelitinnen etwa, wenn während der Nachrichten noch zusätzlich Musik läuft („Wie die Menschen draußen das nur aushalten“). Das seltene Ansehen eines Films „beeindruckt uns so sehr, dass es uns schwer fällt, danach innerlich abzuschalten“, sagt die Priorin.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Das Eisengitter fehlt&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der Verzicht auf ständigen Medienkonsum wird nicht als solcher empfunden: „Wenn ich den ganzen Tag fernsehe oder Radio höre, bin ich innerlich nicht mehr frei.“ Wer die zweijährige Eintrittsphase als Novizin durchlebt, muss lernen, dass Gott allein genügt. Muss das Schweigen lernen. Besuche und Anrufe von der Familie sollen reduziert werden. Erst dann ist das möglich, was die Karmeliter als ihre Hauptbedürfnis beschreiben: Im Gebet, in der wachen Gegenwart Gottes für alle Menschen das Heil zu erbitten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Ende des Gesprächs schließt Schwester Raffaella das Holzgitter wieder. „Vor nicht allzu langer Zeit gab es hier noch ein doppeltes Eisengitter, das nicht geöffnet werden konnte“, erzählt sie. Das habe viele Menschen gestört. Als es dann aber weg war, reagierten Besucher überraschend befremdet. Der &lt;a href=&quot;http://www.baernbach.at/&quot; title=&quot;Die Gemeinde Bärnbach online&quot;&gt;Bärnbacher&lt;/a&gt; Bürgermeister, der regelmäßig zu Besuch kommt, sei ratlos davor gestanden: „Hm, jetzt sind Sie wie alle übrigen Menschen.“ Nicht ganz.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Info&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der Karmeliter-Orden ist im 12. Jahrhundert am Berg Karmel im heutigen Israel entstanden. Es gibt weibliche und männliche Zweige, das Leben in Gebet und Klausur ist neben der Marienverehrung zentrales Element. In Österreich gibt es derzeit elf Karmelitinnen-Klöster, jenes in Bärnbach wurde 1975 vom Karmel Mariazell aus gegründet.&lt;/p&gt;
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 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/191">erreichbarkeit</category>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/gesellschaft">Gesellschaft</category>
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 <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 14:08:45 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Schuss Cornelia</dc:creator>
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