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 <title>graz</title>
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 <description>The taxonomy view with a depth of 0.</description>
 <language>de</language>
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 <title>Mein Büro ist, wo mein Kopf ist</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/mein_buero_ist_wo_mein_kopf_ist</link>
 <description>&lt;h3&gt;Arbeitsplatz öffentlicher Raum&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Heute reicht schon ein Laptop und ein Internetanschluss und man ist voll einsatzfähig.&lt;!--break--&gt; Daraus ergeben sich natürlich ganz neue Perspektiven. Die Stadt bietet die unterschiedlichsten Flächen, um zu lernen und zu arbeiten. Und  vor allem junge Menschen sehen keinen Grund, sich bei ihrer Arbeit ins Neonlicht zurückzuziehen. Sie nutzen den öffentlichen Raum, und wer durch die Stadt streunt, kann sie überall finden. Jeder Ort hat seine eigenen Vorzüge.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Im Café&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;img class=&quot;left&quot; style=&quot;float:left;&quot; src =&quot;http://www.blankmagazin.at/files/Nina_Büro_nachdenklich&quot;/&gt; 
Schriftsteller und Journalisten haben es schon immer geliebt. Bei Kaffee und Kipferl stundenlang im Café sitzen, schreiben und über Gott und die Welt diskutieren. Die Infrastruktur hängt alle Alternativen ab: ein Platz zum Sitzen, Speisen und Getränke, Toiletten und außerdem herrscht immer Idealtemperatur. Viele Cafés bieten heute auch einen gratis Internetanschluss. Ganz ohne Geld dafür auszugeben, darf man all dies aber nicht erwarten. Wer stundenlang einen Tisch beansprucht, der sollte auch etwas konsumieren.
&lt;img class=&quot;left&quot; style=&quot;float:left;&quot; src =&quot;http://www.blankmagazin.at/?q=files/imagecache/bildklein/Nina_Büro_Aschenbecher.jpg&quot;/&gt; 
&lt;img class=&quot;left&quot; style=&quot;float:right;&quot; src =&quot;http://www.blankmagazin.at/?q=files/imagecache/bildklein/Nina_Büro_Semmel.jpg&quot;/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Im Park&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Leben rundherum. Seiltänzer üben zwischen den Bäumen und verlieren kreischend und lachend das Gleichgewicht. Halbwüchsige Fußballer jagen barfuß dem Ball hinterher und machen ihre Mitspieler mit lauten Rufen auf sich aufmerksam. Dazwischen dösen Studentinnen, die auf etwas Bräune aus sind. Und auf den Parkbänken sitzen Pensionisten und schauen dem Treiben zu. Keine Frage: Hier zu arbeiten erfordert Konzentration und Disziplin. Die Versuchung, sich der Freizeitstimmung rundum anzuschließen, ist groß. Immer wieder lenken Geräusche oder Bewegungen die Sinne ab. Aber dann sind da auch wieder alte Kastanienbäume und weite, grüne Wiesen, die uns das Land mitten in die Stadt holen – und Ruhe über den Trubel legen.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Im Bus&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;An heißen Sommertagen ziehen sich die Wartezeiten an der Busstation mitunter sehr in die Länge. Und dann die Strecke bis zur Uni und zurück, jeweils eine halbe Stunde. Das sind fünf Stunden die Woche. Wer diese Zeit nützt, um zu lernen, kann am Wochenende die Nächte durchmachen. Allerdings: Konzentration fällt hier schwer. Alle zwei Minuten bleibt der Bus unter Ächzen stehen, die Türen öffnen sich, Leute steigen ein und aus. Eine Reihe vor uns schimpft man über die assozialen Nachbarn aus der Türkei und die alte Dame auf dem Notsitz klagt über ihr schwaches Herz. Eine Stimme meldet erst in breitem steirischen Dialekt eine Störung der Linien 1 und 7, und wiederholt in reinstem Hochdeutsch: „Der Gleiskörper auf Höhe Rosseggerhaus wird von einem defekten Pkw blockiert.“&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und dann die ständige, latente Angst, man könnte seine Station verpassen. Das alles womöglich eingeengt auf viel zu kleinen Sitzen, neben dem Nachbarn, dem man heute morgen im Stiegenhaus gerade noch entkommen konnte. Angenehm? Produktiv? Mit Sicherheit nicht, aber was denn sonst tun?&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Über der Stadt&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Auf dem &lt;a href=&quot;http://www.graz.at/cms/beitrag/10026257/315783/&quot;&gt;Schlossberg&lt;/a&gt; steht man über den Dingen. Nur leise dringt die Geräuschkulisse der Stadt hinauf bis zum Grazer Uhrturm. Zwischen dieser Oase und der Stadt liegen zwar viele Stufen, die einen zum Schnaufen bringen. Hektik bleibt dafür weitgehend ausgeblendet. 
„Hier sitzt man wie in einem Regal“, analysiert Ligia, eine Mathematikerin. Wer von oben auf die Terrassen hinuntersieht, kann das nachvollziehen. Ganz oben die Touristen, die sich vor der Kulisse der Stadt fotografieren lassen, ein ständiges Kommen und Gehen. Darunter, im Rosengarten, geht es schon ein wenig beschaulicher zu, auf den Schotterwegen flanieren die Spaziergänger. Noch weiter unten Liebespärchen und lesende Einzelgänger, die nur hin und wieder aufschauen und sich vergewissern, dass die Welt um sie noch da ist. Wer es ruhig und zurückgezogen mag, hat hier seinen Platz gefunden.&lt;/p&gt;
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 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/278">arbeit</category>
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 <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 22:21:56 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Nina Strasser</dc:creator>
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 <title>Bau mit am Netz für alle!</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/bau_mit_am_netz_f%C3%BCr_alle</link>
 <description>&lt;p&gt;Die Überraschung ist groß: ein großer Raum, ein paar uralte Computer, eine durchgesessene Couch, ein kleiner Kühlschrank. Die erwartete Coolness fehlt. Im Grazer Jugendzentrum &lt;a href=&quot;http://www.lab.tt4.at/&quot; title=&quot;Website von Spektral&quot;&gt;Spektral&lt;/a&gt; sieht‘s eher gemütlich aus. Nichts deutet darauf hin, dass sich hier regelmäßig Technikfreaks treffen, um an einem überdimensionalen WLAN zu bauen. 
Das Netzwerk nennt sich &lt;a href=&quot;http://www.funkfeuer.at/&quot; title=&quot;Website von Funkfeuer&quot;&gt;Funkfeuer&lt;/a&gt; und breitet sich bereits über weite Teile von &lt;a href=&quot;http://graz.funkfeuer.at/&quot; title=&quot;Website von Funkfeuer Graz&quot;&gt;Graz&lt;/a&gt; aus. Jeder kann teilnehmen. Man muss sich nur registrieren und sich am Ausbau des Netzwerkes beteiligen, sprich: eine Antenne aufstellen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer das Funkfeuer jedoch nur mit Gratisinternet verbindet, versteht den Sinn der Sache nicht. Zwar verfügt man über eine leistungsstarke 4MBit-Leitung ins weltweite Netz, bei etwa 150 Usern ist das Netz aber schnell überfordert. Deshalb verstehen sich die Funkfeurer nicht als Konkurrenz zu den kostenpflichtigen Internetanbietern. „Das kostenlose Internet ist nur ein Bonus! Vielmehr geht es darum, eine freie Infrastruktur in Graz aufzubauen, die man nicht regulieren und auch nicht abschalten kann“, erklärt Christian Pointner, ein erfahrenes Mitglied.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Wlan&quot; title=&quot;WLAN bei Wikipedia&quot;&gt;WLAN-Technologie&lt;/a&gt; wird verwendet, da bei ihr keine Kabel zu verlegen sind. Es ist viel einfacher, sich per Funk über die Dächer hinweg zu vernetzen. Mit klassischen Hotspots ist Funkfeuer nicht zu vergleichen. Zwar werden die gleichen Router verwendet, die Antennen selbst sind jedoch meist „Marke Eigenbau“. Um eine solche Antenne zu bauen, haben wir uns noch einmal im „Realraum“, einem Seminarraum für Technikfreaks, getroffen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zutritt ins zweite Quartier von Funkfeuer bekommt man nur mit Chipkarte – dass das ganze selbst gebaut wurde, merkt man aber sofort. Der „Realraum“ erinnert eher an einen Heimwerkerkeller als an ein Computerlabor. Alte Computerteile und selbstgebastelte Antennen liegen herum und an einem Tisch finden sich eine Dose, ein &lt;a href=&quot;http://www.itwissen.info/definition/lexikon/N-Stecker-N-connector.html&quot; title=&quot;ITWissen, Online-Lexikon für Informationstechnologie&quot;&gt;N-Stecker&lt;/a&gt; und ein Stück Kupferdraht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf die Kosten der Bauteile angesprochen, sagt Thomas Fink: „Die Dose bekommt man beim Türken. Das einzige Kriterium ist, dass sie genau zehn Zentimeter Durchmesser haben muss.“ Wir verwenden eine Frischkäse-Dose. Das einzige gekaufte Bauteil ist der N-Stecker (drei Euro). Um die Antenne zu bauen, braucht man handwerkliches Geschick.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wichtig: der Durchmesser der Dose und die Position des gebohrten Loches. Stimmen diese Parameter nicht, wird die Antenne ungenau. Vorsicht! Jede Delle verändert die Eigenschaften der Antenne. Ebenfalls heikel: Es müssen genau 31 Millimeter Draht mit dem N-Stecker verlötet werden. Dabei muss der Draht gerade bleiben. Ungenauigkeit kann die Antenne zerstören. Schließlich wird der Stecker mit der Dose verlötet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jetzt halte ich meine erste selbstgemachte Antenne in der Hand. Ihre Sendeleistung entspricht einem WLAN-Netz (mehr ist nicht erlaubt), sie reicht aber weiter als ein WLAN-Knoten, immerhin eineinhalb Kilometer. Eine Distanz, die auch &lt;a href=&quot;http://www.blankmagazin.at/geschichten/funkfeuer_graz_brennt&quot; title=&quot;Cyber-Jodeln bei blank&quot;&gt;Jodler&lt;/a&gt; überbrücken können.&lt;/p&gt;
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 <comments>http://old.blankmagazin.at/geschichten/bau_mit_am_netz_f%C3%BCr_alle#comments</comments>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/27">graz</category>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/praxis">Praxis</category>
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 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 17:57:56 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Neumayr Michael</dc:creator>
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 <title>Wardrive bei Fuß</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/wardrive_bei_fuss</link>
 <description>&lt;p&gt;Graz soll flächendeckend mit &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Wireless_Local_Area_Network&quot; title=&quot;WLAN bei Wikipedia&quot;&gt;WLAN&lt;/a&gt; versorgt werden. „Wozu?“ denkt man sich, es gibt doch sicher genügend Netzwerke, die dem einsamen Stadtwanderer offen und ungeschützt zur Verfügung stehen. In den letzten Jahren war oft davon zu lesen und zu hören, dass viele User ihr WLAN nicht absichern. Warum sollte sich das geändert haben? Also kurzum die Probe aufs Exempel machen: Wie sieht die aktuelle Netzversorgung rund um die &lt;a href=&quot;http://www.ubz-stmk.at/luft1/graphiken/Graz%20Luftbild1.jpg&quot; title=&quot;Luftbild von Graz bei ubz-stmk.at&quot;&gt;Grazer Innenstadt&lt;/a&gt; aus?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist kurz vor halb zwölf Uhr nachts, als sich zwei unerschrockene Wardriver auf den Weg machen, um eine Mission zu erfüllen: Über 3,5 Kilometer soll die Strecke führen, bei der es gilt, möglichst oft und durchgehend mit dem Hauptquartier (namentlich unsere liebe und gar nicht militante Chefredaktion) Kontakt über das Internet aufrecht zu erhalten.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Die nächtliche Mission beginnt&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die Nacht ist klar, kalt und ruhig. Wir klappen unser Notebook auf und starten den Rechner. Die ersten Signale versprechen viel: Neun Netzwerke werden sofort erkannt, doch nur die &lt;a href=&quot;http://portal.tugraz.at/portal/page?_pageid=75,1&amp;amp;_dad=portal&amp;amp;_schema=PORTAL&quot; title=&quot;Internationale Website der TU Graz&quot;&gt;Technische Universität&lt;/a&gt; bietet einen Zugang via &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Virtual_Private_Network&quot; title=&quot;VPN bei Wikipedia&quot;&gt;VPN&lt;/a&gt; (virtuelles, privates Netzwerk) an. Alle anderen Netze sind vorbildlich gesperrt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kein guter Start. Aber die Mission hat begonnen, ein Zurück ist undenkbar. Mein Kamerad und ich schultern die Ausrüstung und machen uns auf, unseren Auftrag zu erfüllen. Wir setzen uns in Bewegung und nach zirka 200 Metern glauben wir, ein Altenheim in der Nähe aufgespürt zu haben. Unser Computer zeigt nämlich sichtlich erregt eine neue Verbindung namens „Gruft“ an. Leider war das etwas zu vorschnell gedacht, ein Altenheim gibt es weit und breit nicht, anscheinend handelt es sich eher um ein Netzwerk lichtscheuer Nachtmenschen. Doch Spekulationen helfen hier nicht weiter, auch dieses Netz ist gesperrt und ein Zugriff somit nicht möglich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf zum nächsten Wegpunkt: das Glacis, eine breite Straße, die längs durch die Stadt führt. Sie grenzt auf der einen Straßenseite an den Stadtpark, der zwar ein hübscher Ort zum Ausspannen ist, aber als „wardriver“ gönnt man sich nicht so schnell eine Pause. Wir haben es mehr auf die lange Häuserzeile abgesehen, die die Straße säumt. Doch auch hier: Fehlanzeige! Auf über 700 Metern finden sich zwar 18 Netzwerke, aber wie schon zu Beginn der Tour sind alle abgesichert. Ein Zugriff wäre wohl nur mit profunder technischer Kenntnis möglich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Plötzlich ein Lichtblick, unser Hauptquartier meldet sich bei uns. Auf dem Bildschirm sehen wir die leuchtenden Buchstaben klar und  deutlich: Das Netzwerk Hauptquartier ist in Reichweite. Doch zu unserem Entsetzen ist der Zugang auch hier gesperrt. Hat man uns im Stich gelassen? Spontan fallen mir Sprüche wie „Wenn Sie erwischt werden, leugnen wir, Sie je  gekannt zu haben“ und ähnliche ein. Panik macht sich breit. Ein Kilometer ist bereits abgespult und immer noch sind wir ohne brauchbares Resultat. An der nächsten Ecke das nächste (verschlüsselte, seufz) Netzwerk: „Magnum“. Handelt es sich hierbei gar um unseren Verbindungsmann? Doch auch diese Frage findet keine Antwort.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Resignation und Hoffnung&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die nächste Teilstrecke führt uns über den Campus der &lt;a href=&quot;http://www.uni-graz.at&quot; title=&quot;Website der Karl-Franzens-Universiät Graz&quot;&gt;Universität&lt;/a&gt;. Neun Zugänge werden vom Rechner erkannt, den Rest kann man sich denken. Es ist mittlerweile halb eins in der Früh und Resignation macht sich breit. Zeit für eine erste Pause und ein Resümee. Zigarette in den Mund, &lt;a href=&quot;http://www.redbull.com&quot; title=&quot;Red Bull Homepage&quot;&gt;Red Bull&lt;/a&gt; in die Hand und Lagebesprechung. Die User scheinen ihre Hausaufgaben gemacht zu haben, keiner lässt sein Netzwerk unversperrt. Doch wir erhalten einen Tipp: Die &lt;a href=&quot;http://www.oevp.at&quot; title=&quot;Website der Bundespartei der ÖVP&quot;&gt;ÖVP&lt;/a&gt; hat am Karmeliterplatz einen offenen &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Hot_Spot_(WLAN)&quot; title=&quot;Erklärung des Begriffs Hotspot bei Wikipedia&quot;&gt;Hotspot&lt;/a&gt; installiert. Nachdem der Platz auf unserer Route liegt, packen wir wieder das ganze Equipment ein und marschieren weiter.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir passieren die &lt;a href=&quot;http://www.bmi.gv.at/cms/polizei_in_oesterreich/&quot; title=&quot;Homepage der BPD Österreichs bei FUNDORT&quot;&gt;Bundespolizeidirektion&lt;/a&gt; und die Verlockung ist groß. Hat die Polizei ein ungesichertes Netzwerk? Die Antwort ist kurz und präzise: Sie hat gar kein Funknetz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um Viertel nach eins haben wir endlich den Karmeliterplatz erreicht. Einige Nachtschwärmer flanieren über die weite, teilbegrünte Fläche. Wir klappen mit vorsichtiger Erwartungshaltung das Notebook auf und siehe da: Wir sind im Netz. Und die Verbindung ist vorbildlich. Ein Geschwindigkeitstest zeigt: 25 &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/MBit&quot; title=&quot;Erklärung des Wortes Bit bei Wikipedia&quot;&gt;MBit&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Na bitte, also doch noch. Rasch überprüfen wir, ob der Zugang im wahrsten Sinne des Wortes frei ist, oder ob manche Seiten nicht aufrufbar sind. Zur Probe tippen wir die Internetadresse einer jener Seiten ein, für die das Internet angeblich erfunden wurde. Aber als brav-bürgerliche Partei will die ÖVP mit so einem „Schmuddel-Content“ nichts zu tun haben, wir werden einfach von der Seite ausgesperrt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach diesem ersten Teilerfolg wollen wir es nun wissen und denken scharf über unsere Grundausbildung nach. Zum Verbindungsaufbau sollte ein möglichst hoch gelegener Ort aufgesucht werden. Nun gut, dann also rauf auf den Schlossberg, über 120 Höhenmeter in wenigen Minuten. Die Lunge pfeift, die Füße werden träge, das Alter schlägt unbarmherzig zu. Aber es hat sich gelohnt, denn mit Blick über die schlafende Stadt finden sich zwölf Netzwerke - und eines ist offen. Das Netzwerk der Stadt Graz erreicht zwar nur ein Achtel der Leistung des Netzes auf dem Karmeliterplatz, ist aber immer noch ausreichend schnell.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Versöhnliches Ende&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Wir steigen wieder den Berg hinab und entdecken, was wir nicht mehr zu hoffen wagten – ein offenes, privates Netzwerk. Der Wardrive findet also noch ein versöhnliches Ende, wenngleich es nun zwei Uhr morgens ist und unsere Finger längst klamm vor Kälte sind. Zeit, den letzten Wegpunkt zu erreichen: den Grazer Hauptplatz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img class=&quot;left&quot; style=&quot;float:left;&quot; src =&quot;http://www.blankmagazin.at/?q=files/imagecache/bildmittel/Ingo_Hauptplatz.jpg&quot;/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Netzwerk ist erwartungsgemäß dasselbe wie vorhin am Schloßberg, die Verbindungsgeschwindigkeit vor Ort ist nur marginal höher. Wir klappen  unseren Laptop zu und stellen fest: Auf 3,5 Kilometern um die Innenstadt gab es zwar eine flächendeckende Versorgung mit Funknetzwerken, doch nur drei waren für alle offen. Will man sich also nicht auf unachtsame Mitbürger verlassen, ist es wirklich 
angebracht, Graz flächendeckend mit WLAN zu versorgen – was ja Gott sei Dank für die Zukunft geplant ist.&lt;/p&gt;
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 <comments>http://old.blankmagazin.at/geschichten/wardrive_bei_fuss#comments</comments>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/32">accesspoint</category>
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 <category domain="http://old.blankmagazin.at/praxis">Praxis</category>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/4">wardriving</category>
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 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 17:37:58 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Ingo Suppan</dc:creator>
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 <title>Funkfeuer: Graz brennt</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/funkfeuer_graz_brennt</link>
 <description>&lt;p&gt;Dazu versetzen wir uns zurück ins Jahr 1752. Damals wohnte der Alois noch am Schlossberg und die Aloisia sennerte am Schöckl. Damals war noch alles ganz anders, in nostalgischer Verklärung versinkend, könnte man sagen: 
Damals war alles besser, die Umwelt intakt, die Kaiserin am Ruder und die Menschen gesund (abgesehen von der Pest vielleicht).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weil es Frühling geworden und der Alois im besten Alter war, beschloss er, der Aloisia einen Heiratsantrag zu machen. In Ermangelung von Internet und Telefon trug sich diese Kommunikation ungefähr so zu: Zuerst nahm der Alois seinen selbst gemachten Obstler, natürlich doppelt gebrannt, zur Hand, um seiner Stimme die nötige Ausdruckskraft zu verleihen. Dann trat er in all seiner Herrlichkeit hinaus vor die Hütte, orientierte sich langsam, weil vom Obstler leicht beeinträchtigt und stellte sich dann so hin, dass er Richtung Senner-Hütte am Schöckl schaute, wo Aloisia gerade ihren Käse reifen ließ. Dann schmetterte er lauthals los: HollaLuisiLuisieh dubistsowundasche dihollahollahe gehheiratmijuche …&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Aloisia hat das gehört und sich so gefreut, dass sie fast kopfüber in den Käsebottich gefallen wäre. Dann hat sie die Nachricht, der Technik des Alois entsprechend, an ihre Schwester, die Resi am Ruckerlberg, weitergejodelt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit 1752 sind viele Jahre vergangen, unsere Kultur und unsere Kommunikationsweisen haben sich geändert und aus dem Jodeln wurde das &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Funkfeuer&quot; title=&quot;allgemeine Info über Funkfeuer auf Wikipedia&quot;&gt;Funkfeuer&lt;/a&gt;. Wie die Schallwellen praktisch von einem Berg zum nächsten, quer über das Grazer Stadtgebiet „geflogen“ sind, wenn der Alois der Aloisa, was mitgeteilt hat, fliegen heute Funkwellen von einem User (Jodler) zum nächsten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Hütten, von denen aus gejodelt und Nachrichten weiterkommuniziert wurden, sind zu so genannte Funkknoten geworden. Diese Funkknoten befinden sich meist auf Hochhäusern. Für die Funktionalität des Funksystems ist es, wie beim Jodeln, notwendig, dass zwischen Sender und Empfänger Sichtkontakt bzw. eine freie Luftlinie besteht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wer zum „Cyber-Jodler“ werden möchte, braucht lediglich einen Router und eine Antenne. So kann billig, ohne laufende Gebühren zu bezahlen, ein stadtweites Netz entstehen – unkommerziell und als Alternative zum konventionellen Netz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im direkten Vergleich zum Jodeln hat Funkfeuer den riesigen Vorteil, dass man in kürzeren Zeitspannen mehr Information übermitteln kann, ohne dass man seine Stimme vorher mit Obstler ölen muss.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hätten Alois und Aloisia das damals schon gewusst, wären auch sie zu Cyber-Jodlern geworden und zu blühenden Funkfeuer-Fans.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Machen auch Sie mit und spielen Sie Brandstifter: Vielleicht tragen auch Sie in Zukunft zur Ausbreitung des Funkfeuers in Graz bei. Möge die Stadt brennen.&lt;/p&gt;
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 <comments>http://old.blankmagazin.at/geschichten/funkfeuer_graz_brennt#comments</comments>
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 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 17:33:36 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Neumayr Michael</dc:creator>
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