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 <title>web 2.0</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/204</link>
 <description>The taxonomy view with a depth of 0.</description>
 <language>de</language>
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 <title>Privatsphäre im Web 2.0</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/privatsphaere_im_web_2.0</link>
 <description>&lt;h3&gt;Selbstoffenbarung im Web 2.0&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Sie haben sich intensiv mit dem Web 2.0 und der computervermittelten Kommunikation beschäftigt. Was sind dabei die wesentlichen Unterschiede im Vergleich zur persönlichen Kommunikation?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei computervermittelter Kommunikation weiß man weniger über die Gesprächspartner. Je nach Art der Kommunikation, etwa E-Mail, Chat oder Interaktion in einer virtuellen Welt wie Second Life, stehen mehr oder weniger Informationen zu den beteiligten Personen zur Verfügung. Man weiß häufig nichts über das Alter, Geschlecht oder den sozialen Status des Gegenübers. Kommunikation im Netz wird im Vergleich zur face-to-face-Kommunikation daher in der Regel als anonymer und oft auch als unverbindlicher empfunden. 
Welchen Einfluss hat diese Anonymität auf die Kommunikation?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Viele Nutzer des Internets sind online stärker bereit, sich selbst zu offenbaren als im Offline-Gespräch. Anonymität spielt dabei sicher eine wichtige Rolle. Insgesamt wird computervermittelte Kommunikation als kontrollierbarer erlebt – im Vergleich zu sozialen Interaktionen in der Alltagswelt. Nutzer können selber darüber entscheiden, welche Aspekte ihrer Person sie im Internet präsentieren wollen. Anonym fühlen sie sich sicher: So lange meine wahre Identität im Netz nicht zurückverfolgbar ist, sind keine negativen Konsequenzen der Selbstdarstellung im Internet zu befürchten.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Social Networking Sites&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Schwieriger ist die Situation etwa bei Social Networking Sites, auf denen die große Mehrheit der Nutzer ihre wahre Identität preisgibt. Auch in diesen Internet-Kontexten ist die Bereitschaft zur Selbstoffenbarung in der Regel aber trotzdem noch recht hoch. Viele Nutzer machen Angaben zu ihrer politischen Gesinnung, ihrer sexuellen Ausrichtung oder stellen private Fotos ins Netz. Da in diesem Bereich des Social Web die Anonymität der Nutzer eben nicht gewährleistet ist, sind die Konsequenzen von Selbstoffenbarung viel schwerer zu kalkulieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einerseits sprechen wir heute vom individualisierten Menschen – andererseits sind im Internet zahlreiche „Communities” erfolgreich oder auch Gruppen, denen man beispielsweise auf facebook oder StudiVZ beitreten kann. Wie lässt sich dieses Phänomen erklären? 
Den meisten Nutzern geben Social Networks sicher eine willkommene Hilfestellung, ihre bestehenden Kontakte zu pflegen, miteinander in Verbindung zu bleiben und sich nicht aus den Augen zu verlieren. Sozialkapital, also die Summe der Beziehungen, die wir in unserem Leben aufbauen und auf die wir nach Bedarf zurückgreifen können, sind auch in Zeiten wachsender Individualisierung eine wichtige Ressource.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Partner fürs Leben?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Für viele geht es nicht nur um Freundschaften, sondern um den Partner fürs Leben, den sie im Internet suchen. Worauf lässt sich der Erfolg von Online-Partnerbörsen zurückführen? 
Da spielen eine Menge unterschiedlicher Faktoren eine Rolle. Wichtig ist zum einen die große Auswahl potentieller Partner. Im Internet können die Profile der übrigen Mitglieder in Ruhe studiert und nach interessanten Kandidaten gesucht werden. Im Alltagsleben müssten all diese privaten Informationen zu den Interessen und Einstellungen der entsprechenden Person erst mühsam beschafft werden, immer mit dem Risiko verbunden, schon bei der ersten Kontaktanbahnung auf Ablehnung zu stoßen. Online-Partnerbörsen liefern für dieses erste Ausloten einen geschützten Rahmen, in dem sich Nutzer risikolos nach einem geeigneten Partner auf die Suche machen können.
Wie sehr hat sich unser Verständnis von Privatsphäre bereits verändert und wie könnte es sich in Zukunft noch verändern?&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Langzeitwirkung privater &quot;Online-Offenbarung&quot;&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die Langzeitwirkung der ständigen Verfügbarkeit privater Informationen im Web ist aus wissenschaftlicher Perspektive noch nicht absehbar. Bisher fehlen Studien, die Nutzer des Web 2.0 über einen längeren Zeitraum begleiten und die Wirkung der privaten Selbstoffenbarung im Social Web erforschen. Denkbar sind verschiedene Szenarien: Die Nutzung des Social Web könnte zu einer verringerten Hemmschwelle in Bezug auf die Offenbarung intimer Informationen führen. Andererseits ist das Social Web ein junges Medium. Mit wachsender Erfahrung und zunehmender Medienkompetenz der Nutzer könnten sich soziale Normen für einen besonnenen Umgang mit privaten Daten im Netz entwickeln.&lt;/p&gt;
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 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/208">anonymität im netz</category>
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 <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 15:55:27 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Bröckel Birgit</dc:creator>
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 <title>iPhobie?</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/iphobie</link>
 <description>&lt;p&gt;Schöne neue soziale Interaktion. Nicht schon wieder ein   „i“-nochwas! Oh doch. Nein, &lt;a href=&quot;http://www.icloseby.com/&quot; title=&quot;iFOB&quot;&gt;iFOB&lt;/a&gt; hat nichts mit einer Phobie zu tun, sondern eher mit dem iPhone. 
iFOB ist eine Art soziale Web-Software, doch kann sie weit mehr als StudiVZ oder MySpace. Sitzt man etwa mit seinem Laptop in einem Café mit WLAN und es nähert sich ein anderer iFOB-User, meldet sich die Software automatisch. Sieht man, dass der andere zum Beispiel ähnliche Interessen hat, kann man sich entscheiden, ob man mit ihm telefonieren, chatten oder oder auch - ganz altmodisch – reden möchte.&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 13:03:39 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Johannes Wigand</dc:creator>
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 <title>Lernen 2.0</title>
 <link>http://old.blankmagazin.at/geschichten/lernen_2.0</link>
 <description>&lt;p&gt;Für viele rast die Welt um uns herum viel zu schnell vorbei. Gerade beim Wissen hat die Menschheit einen ordentlichen Zahn zugelegt: Etwa alle eineinhalb Jahre verdoppelt sich das Wissen der Menschheit. Wer kann da noch Schritt halten? &lt;a href=&quot;http://widawiki.wiso.uni-dortmund.de/index.php/Konnektivismus&quot; title=&quot;Erklärung Konnektivismus bei widawiki&quot;&gt;„Konnektivismus“&lt;/a&gt;, eine vernetzende Art des Lernens, ist ein Lösungsansatz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Niederländer &lt;a href=&quot;http://www.zylstra.org/blog/&quot; title=&quot;Ton Zijlstras Blog&quot;&gt;Ton Zijlstra&lt;/a&gt; beschäftigt sich intensiv mit dieser neuen Lernstrategie und arbeitet unter anderem mit Lehrenden an der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Erasmus-Universit%C3%A4t_Rotterdam&quot; title=&quot;Uni Rotterdam auf wikipedia&quot;&gt;Universität Rotterdam&lt;/a&gt;. Dort soll der Unterricht an die digitale Realität der Studenten angepasst werden, da das Informationsvolumen des Lehrstoffs heutzutage sehr groß ist. blank bat den Experten zum Gespräch, um sich dem Begriff und der Bedeutung von Konnektivismus anzunähern und Antworten zu finden.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Was ist Konnektivismus überhaupt?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Konnektivismus ist eine neue Lernstrategie, entwickelt von &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/George_Siemens&quot; title=&quot;George Siemens auf Wikipedia (englisch)&quot;&gt;George Siemens&lt;/a&gt;. Sie besagt, dass Wissen nicht mehr für sich alleine, sondern im Verbund generiert und weitergegeben wird. Alles Wissen steht in einem Kontext, welcher durch Netzwerke gegeben ist. Es ist dabei aber unerheblich, ob es sich um reale oder virtuelle Netzwerke handelt.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Gibt es die „richtigen“ Netzwerke?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die Netzwerke um einen herum muss man ständig neu bewerten. Wenn man Informationen erhält, die sich als unwahr herausstellen, dann steigt das Misstrauen gegenüber diesem Netzwerk. Pluralität ist wichtig, wenn man im Internet kommuniziert. Dann sollte man auch öfters den Medienkanal wechseln, denn immer mit denselben Tools zu kommunizieren birgt die Gefahr, dass die Form zu zwingend wird.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Wissen wächst exponentiell. Inwiefern trifft der Spruch „speed kills“ hier zu?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Einen „uomo universale“ (ein Gelehrter, der in allen Wissensgebieten Bescheid weiß) gibt es schon seit Jahrhunderten nicht mehr, dazu ist der Wissenszuwachs viel zu gewaltig. Aber auch im digitalen Zeitalter lässt sich feststellen, dass die Art der Wissensgenerierung und -weitergabe sich kaum geändert hat. Immer schon gab es diejenigen, die sich in Detailwissen vertiefen und andere, die zwischen einzelnen Gebieten Brücken bauen und das Wissen somit vernetzen. Ähnliches konnte man schon beim &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Buchdrucks&quot; title=&quot;Geschichte des Buchdrucks bei Wikipedia&quot;&gt;Buchdruck&lt;/a&gt; beobachten. Das Internet begünstigt die vernetzte Vorgangsweisen strukturell, denn nun kann man unabhängig von Zeit und Ort mit jedem in Austausch treten, der daran teilnehmen möchte.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Wie kann man relevante Inhalte filtern?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Dafür gibt es eigentlich keine objektiven Maßstäbe. Prinzipiell kann man zwei Vorgangsweisen unterscheiden. Die erste Möglichkeit ist die selbstreflexive Perspektive, bei der man sich fragt, was für einen selbst wichtig ist und was die Ziele sind. Die zweite Möglichkeit stellt das soziale Netzwerk dar. Was ist dem Netzwerk wichtig? Welche Fragestellungen beschäftigen mein Netzwerk derzeit? Man lässt also alles auf einen zukommen. Der Filter sind die Entscheidungen des Netzwerkes, die festlegen, was nun relevant ist und was nicht. Das führt dazu, dass man eine größere persönliche Verantwortung an den Tag legen muss und vieles kritisch zu hinterfragen hat.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Ist Konnektivismus auch in „low tech“ Ländern möglich?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Konnektivismus ist, wie bereits erwähnt, keine Erfindung des Computerzeitalters. Der Westen wurde in seinem Denken und Handeln stark durch die Industrialisierung und dort vor allem durch den &lt;a href=&quot;http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/taylorismus/taylorismus.htm&quot; title=&quot;Erklärung Taylorismus bei Wirtschaftslexikon24.net&quot;&gt;Taylorismus&lt;/a&gt; (geplante, arbeitsteilige Industriemethode zur Massenproduktion) geprägt. Das war und ist eine sehr negative Bewertung des Menschen. Dieses „Fließbanddenken“ hat sich leider auch bis in die Art und Weise durchgesetzt, wie wir lernen und Wissen konsumieren. 
So gesehen waren die letzten 150 Jahre der Ausnahmezustand, nun beginnen wir wieder langsam von dieser Linearität des Lernens abzurücken. Natürlich sind technologisch hochentwickelte Länder im Vorteil, denn sie besitzen die ideale Infrastruktur für vernetzte Kommunikation. Aber man sollte z.B. Asien oder Afrika bei weitem nicht unterschätzen. Deren Technologie mag vielleicht veraltet sein, doch wird sie teilweise effizienter genützt, als der Westen es jemals tat. Ein weiterer Vorteil: Technologien müssen nicht teuer entwickelt werden, sondern können (wenn auch verzögert) übernommen werden.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Konnektivismus hat keine Hierarchie. Kann es zur Orientierungslosigkeit kommen?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Ein konnektivistisches Handeln kann anfangs durchaus verwirrend sein, denn schon von klein auf wird man ja schließlich auf hierarchisches Denken trainiert, darauf nur von ‚wichtigen’ Personen Wissen anzunehmen. Für Konnektivismus braucht man neue Fähigkeiten: Selbstbestimmung, Eigenverantwortlichkeit und Kritikfähigkeit sind essentiell für ein „Lernen 2.0“.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Wie können irrelevante oder falsche Inhalte aus einem Netzwerk heraus gefiltert werden?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Man muss ständig jede Information auf ihre Brauchbarkeit hin untersuchen. Wissen sollte auch die Fähigkeit zu handeln sein. Soziales Filtern bedeutet nicht nur, das Gesagte zu interpretieren, sondern auch ständig zu bewerten, wer mir Informationen weitergibt und ob man dieser Quelle weiterhin Vertrauen schenken kann. Soziales Filtern bedeutet also, ständig zu bewerten, was andere erzählen. Jeder muss immer alles selbst beurteilen, das widerspricht zwar allem, was man in den letzten Jahrzehnten lehrte, ist aber für den Konnektivismus unabdingbar.&lt;/p&gt;
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 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/3">interview</category>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/interview">Interview</category>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/94">konnektivismus</category>
 <category domain="http://old.blankmagazin.at/taxonomy/term/30">netzwerk</category>
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 <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 19:07:19 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Ingo Suppan</dc:creator>
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