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 <title>afrika</title>
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 <title>Andere Länder - andere Sitten</title>
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 <description>&lt;h3&gt;Italien&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Italiens &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratie&quot; title=&quot;Demokratie bei wikipedia&quot;&gt;Demokratie&lt;/a&gt; ist in Gefahr. Es mag an düstere Mafia-Filme erinnern: &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,545012,00.html&quot; title=&quot;Journalist will Stimmzettel in Köln gekauft haben bei spiegel.de&quot;&gt;Italiens Wähler verkaufen ihre Stimme&lt;/a&gt;. Denn in Mobiltelefonen eingebaute Kameras gefährden die geheime Wahl. Bei vergangenen Wahlen sollen Wähler ihr Kreuzchen auf dem Wahlzettel mit der Fotofunktion festgehalten haben. Für den Beweis „richtig“ gewählt zu haben, gab es Geld oder andere Gegenleistungen. Beim Urnengang im April wurden Fotoapparate und Handys in &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Italien&quot;&gt;Italien&lt;/a&gt; nun verboten.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Kuba&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der Ansturm war groß: Nachdem die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ra%C3%BAl_Castro&quot;&gt;kubanische Regierung&lt;/a&gt; im April 2008 den Handymarkt für alle Bewohner der karibischen Insel öffnete, bildeten sich lange Schlangen vor den Verkaufsstellen. Allerdings: Kubanische Handybesitzer müssen dafür auf eine härtere Währung umsteigen. Mit den üblichen Pesos zu bezahlen ist nicht möglich. Der staatliche Telekommunikationsmonopolist ETECSA verlangt für seine Prepaid-Tarife konvertierbare Pesos &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Peso_convertible&quot; title=&quot;Peso convertible bei wikipedia&quot;&gt;(Peso convertible oder CUC)&lt;/a&gt;. Diese zweite offizielle kubanische Währung, vor allem von Touristen gebraucht, ist an den Dollar gekoppelt und 24-mal mehr wert als der „Peso cubano“, mit dem Durchschnittsbürger bezahlen. 
Bisher war der Handybesitz auf ranghohe Beamte und Mitarbeiter ausländischer Firmen beschränkt. Der „normale“ Bürger gelangte nur über Umwege an ein eigenes Mobiltelefon: In &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kuba&quot;&gt;Kuba&lt;/a&gt; lebende Ausländer meldeten sich bei kubanischen Providern an und gaben das Gerät an Einheimische weiter.
Trotz Öffnung bleiben Handys für viele Kubaner unerschwinglich: Das billigste Telefon ist für rund 65 US-Dollar zu haben, Mobilfunkverträge kosten rund 100 Dollar. Das kubanische Monatsgehalt dagegen beträgt monatlich rund 17 Dollar.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Afrika&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die Hoffnung auf eine „mobile Revolution“ liegt am schwarzen Kontinent: &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Afrika&quot;&gt;Afrika&lt;/a&gt; telefoniert bevorzugt mobil. Von 900 Millionen Afrikanern haben mehr als 200 Millionen inzwischen ein Handy, nur 27 Millionen verfügen über Festnetz. Vor allem die großen europäischen Netzbetreiber werden in Afrika zu Goldgräbern: Ein Wachstum von jährlich rund 20 Prozent steht einem gesättigten europäischen Markt gegenüber. Schnelle Profite locken.
Die Europäer konkurrieren dabei mit arabischen Öl-Multis und indischen Gesellschaften. Die einen sind ihnen mit fantastischen Budgets voraus, die anderen wissen, wie man mit wenig zahlungskräftigen Kunden umgeht. Monatlich hat das Gros der afrikanischen Kunden nicht mehr als fünf Dollar für Telefongespräche übrig. Und das Mobiltelefon gehört für immer weitere Teile der Bevölkerung zur Grundausstattung – auch für die Armen.
Um das knappe Budget nicht zu übersteigen, haben Afrikas Handykunden einen eigenen Kommunikations-Knigge entwickelt.
Erstes Gebot: „Der Reichere zahlt“. Der Ärmere lässt kurz läuten und signalisiert damit „Ruf mich zurück“. &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,508487,00.html&quot; title=&quot;Der Reichere zahlt bei spiegel.de&quot;&gt;&quot;Beeping&quot;&lt;/a&gt; nennt sich diese Methode. Jeder dritte Anrufer bittet inzwischen um einen Rückruf. Das drückt die Handyumsätze.
Europas Anbieter sind an Umsätze von rund 30 Euro monatlich pro Kunden gewöhnt. Das dämpft die Stimmung jedoch nicht. Im Gegenteil: Bis 2010 sollen weitere 100 Millionen Handynutzer hinzukommen. So soll die Versorgung in Afrika auf 90 Prozent steigen.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Burma&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Zugang zu freien Medien? Den haben burmesische Bürger nur, wenn sie sich das auch leisten können. Pünktlich zum 60. Jubiläum der Unabhängigkeit erhöhte die Regierung die Gebühren für den Empfang ausländischer TV-Sender um das 166-fache auf rund 500 Euro jährlich.
Empfangen werden können in &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Myanmar&quot;&gt;Burma&lt;/a&gt; aber ohnehin nur politisch harmlose Sendungen. Nachrichten gibt es ausschließlich im Staatssender &lt;a href=&quot;http://www.mrtv3.net.mm/&quot; title=&quot;MRTV&quot;&gt;MRTV&lt;/a&gt;. Im Netz sind oppositionelle Websites, sowie Yahoo und Hotmail gesperrt. 
Auch Handyverbindungen werden von den Militärs gern gekappt, so zum Beispiel  während der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Demonstrationen_in_Myanmar_2007&quot;&gt;Proteste buddhistischer Mönche im September 2007&lt;/a&gt;. Der Grund: Während noch vor 20 Jahren kaum Informationen von der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung nach außen gedrungen waren, konnten diesmal die Proteste dank Handys und Internet im Ausland mitverfolgt werden.&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 13:15:21 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Scheikl Katrin</dc:creator>
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