Handyfitness
Topfit in wenigen Sekunden! Das Handy macht‘s möglich.
Was liest man nicht alles über mögliche gesundheitliche Schäden, die das böse Handy auf den armen Telefonierer überträgt, oder möglicherweise übertragen kann, oder könnte, oder auch nicht - so genau kann man das nicht sagen, also zumindest jetzt nicht, aber eigentlich ist es erwiesen. Oder doch nicht. Außerdem ist es ohnehin jedem egal. Wir zeigen euch stattdessen, wie man aus seinem Handy DAS Fitnessgerät der Saison 2008/2009 macht. Geht ganz einfach. Die Problemgruppe 16+ konsultiert vor Beginn des Programms bitte einen Facharzt oder liest einen Beipackzettel.
Übung 1: „Leichter Abhub“
Das Handy liegt locker-flockig in der rechten Hand. Auf Anruf warten (Vorsicht, kann bis zu einer Minute dauern!), dann zügig, aber ohne zu verkrampfen, das Handy in einem Schwung zum Ohr heben.
Übung 2: „Heavy thumbing“
Diese Übung fördert Feinmotorik und Geduld. Das Handy im entspannten Handflächengriff, tippen wir einen sinnvollen Text in eine SMS. Man beachte, dass für diese Übung im Normfall nur die maximal 60 Sekunden bis zum nächsten Start von Übung 1 zur Verfügung stehen.
Übung 3: „Xtreme Free Eingebing“
Besonders Mutige schätzen den Extra-Thrill der Verwendung von leicht zerbrechlichen Gliedmaßen zur SMS-Eingabe. Für Einsteiger empfehlen wir zunächst die Verwendung eines beliebigen Zeigefingers, jedoch sind hier der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Vor der Durchführung besonders origineller Spielarten die Umgebung auf Ordensschwestern oder Exekutivorgane überprüfen, um unangenehmen Missverständnissen vorzubeugen.
Schon nach wenigen Erdzeitaltern ist eine deutliche Straffung der Armmuskulatur sowie verstärkte Hornhautbildung auf den Primär-Eingabegliedmaßen zu beobachten.



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